Jubiläum

25 Jahre MQ: Party bei freiem Eintritt

© APA/ROLAND SCHLAGER
Das Wiener Museumsquartier begeht dieser Tage seinen 25. Geburtstag. Gefeiert wird mit einem speziellen Jubiläumsprogramm, das am 2. Juli mit einem großen Fest im Haupthof des Kultur- und Freizeitareals einen seiner Höhepunkte findet.
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Lesungen, Konzerte und Performances werden ab 18 Uhr bei freiem Eintritt geboten. Eine eigene Ausstellung und weitere künstlerische Interventionen zelebrieren ebenfalls den 25er.

Die große Open-Air-Party am 2. Juli startet mit Autor Dimitré Dinev, der für seinen Mammutroman "Zeit der Mutigen" den Österreichischen Buchpreis 2025 erhalten hat und sich für seine Lesung musikalische Unterstützung holen wird. Am späteren Abend treten zudem die heimische Sängerin und Multiinstrumentalistin Uche Yara, die derzeit zu den spannendsten Pop-Shootingstars gehört, und Choreografin und Tänzerin Doris Uhlich auf. Einlagen vom Saxofon-sowie Schlagwerkensemble der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw), eine Tanzquartier-Performance von Matt McCreary und Charles Auguste und ein Auftritt des Musikduos Tutti Dilemma, das nach eigener Definition "Full Power Crazy Keyboard Pop-Punk Rap'n'Roll" liefern wird, runden das "Hof Kunst Fest" ab.

Partys und Konflikte

Schon am 28. Juni laden das MQ und der Radiosender Ö1, der an diesem Tag anlässlich des Jubiläums "30 Jahre Ö1 Club" ab 13 Uhr live aus dem Areal überträgt, zu einer Sause für die ganze Familie. Am Nachmittag gibt es neben Kinderschminken oder einem Rätselparcours auch die Möglichkeit für den Nachwuchs, gemeinsam mit Musikerinnen und Musikern des RSO verschiedene Instrumente auszuprobieren. In den Abendstunden stehen Konzerte u.a. von Lou Asril, Lylit und der Band Wiener Blond an. Musik und Kabarett verbindet indes Christoph Spörk, der Ausschnitte aus seinem aktuellen Programm "Maximo Lieder" präsentiert.

Wer nicht nur feiern, sondern sich eingehend mit der steinigen Entstehungsgeschichte des größten Kulturbauvorhabens der Zweiten Republik beschäftigen will, ist bei der Ausstellung "Vision und Widerstand - Wie das Museumsquartier Wien veränderte" gut aufgehoben. Ab 30. Juni kann man im MQ Freiraum eintauchen in die erbitterten historischen Konflikte rund um die Neugestaltung der ehemaligen kaiserlichen Hofstallungen. Skizzen, Originalarchitekturmodelle, historische Dokumente und deftige Schlagzeilen vor allem rund um den letztendlich nie gebauten Leseturm führen direkt hinein in die Abgründe von politischer Agenda, medialer Macht und streitlustiger Bevölkerung. Die bis Ende Jänner 2027 laufende und von Andreas Nierhaus kuratierte Schau ruft nicht zuletzt in Erinnerung, dass das heutzutage selbstverständlich zum Stadtbild gehörende Projekt mehrmals am Rand des Scheiterns stand.

Mitmachperformance und Semotan-Fotostrecke

Ein Blick in den Haupthof des Museumsquartiers in Wien. © APA/ROLAND SCHLAGER

Teil des Jubiläumsprogramms gehört außerdem eine Performance der Künstlerin Karin Sander. Die einmalige Aktion findet am Samstag (20. Juni) um 16 Uhr statt. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, auf einem von mehreren Hundert im Haupthof verteilten Holzblöcken für einen Moment zu einer lebendigen Skulptur zu werden. "Auf den Sockel gehoben", nennt Sander ihren "Akt der Wertschätzung gegenüber all jenen Menschen, die eine besondere Verbindung zu diesem einzigartigen Kunst- und Kulturareal haben", wie es im Ankündigungstext heißt.

Optisch begleitet wird das 25-Jahr-Jubiläum mit einer Bildstrecke der erst kürzlich verstorbenen Fotografieikone Elfie Semotan. Sie hat 25 Persönlichkeiten porträtiert, die eine besondere Beziehung zum MQ haben. Seit Mai sind die Sujets, grafisch gestaltet von Beda Achermann, im Stadtraum zu sehen.