Heute ist Sankt Anna
So bestimmt DIESE Bauernregel jetzt über unseren Sommer
Die Zeit zwischen dem 23. Juli und dem 23. August gilt traditionell als heißeste Phase des Jahres – die sogenannten Hundstage, benannt nach dem Sternbild des Großen Hundes. Ausgerechnet in diese Zeit fällt der 26. Juli als Gedenktag der Heiligen Anna. Eine bekannte Bauernregel lautet dazu: "Ist Sankt Anna erst vorbei, kommt der Morgen kühl herbei." Gemeint ist damit kein plötzlicher Kälteeinbruch, sondern ein schleichender Effekt. Die Tageslängen nehmen ab und die Nächte kühlen stärker aus, was sich besonders in den frühen Morgenstunden bemerkbar macht. Die Sommerhitze bleibt tagsüber meist noch bestehen.
Meteorologische Hintergründe der Regel
Meteorologisch ist der Kern dieser Bauernregel durchaus nachvollziehbar. Ende Juli hat die Sonne an Tageslicht eingebüßt, die Nächte werden länger und der Boden kühlt stärker aus. Dieser Effekt tritt jedes Jahr um diese Zeit schleichend ein. Die Bauernregel verdichtet eine reale, allmähliche Entwicklung zu einem einprägsamen Stichtag. Das macht sie zwar plausibel, aber keineswegs exakt. Es gibt viele Bauernregeln, die auf jahrhundertelangen Beobachtungen basieren. Sie bieten einfache Vorhersagen, die auf Kalendertagen, dem Verhalten von Tieren oder der Natur beruhen.
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Regionale Schwankungen beim Wetter
Ein Blick auf die aktuellen Prognosen zeigt: Rund um den St.-Anna-Tag können die Morgenstunden in Österreich tatsächlich etwas frischer ausfallen als zuletzt. Vor allem nach den heißen Wochen macht sich die kurze Abkühlung durch kühlere Nächte und wechselhafteres Wetter bemerkbar. Von einer großen Wetterwende kann aber keine Rede sein – tagsüber bleibt es vielerorts weiterhin sommerlich warm, bevor die Temperaturen zur Wochenmitte wieder deutlich steigen.
Die Heilige Anna und weitere Bräuche
Wissenschaftlich gelten Bauernregeln nicht als verlässliche Prognoseinstrumente, sondern als kulturelles Erfahrungswissen. Die Heilige Anna gilt der christlichen Überlieferung nach als Mutter Marias und Großmutter Jesu. In der Bibel wird sie nicht erwähnt, ihre Geschichte stammt aus apokryphen Schriften wie dem Protoevangelium des Jakobus. Sie wird als Schutzpatronin der Mütter, Ehepaare, Bergleute und Seefahrer verehrt. Ihr Gedenktag am 26. Juli wird gemeinsam mit ihrem Mann Joachim begangen. Neben der Hauptregel existieren weitere Bauernregeln wie "Sankt Anna klar und rein, wird bald das Korn geborgen sein" oder "Anna warm und trocken macht den Bauern frohlocken". Der 26. Juli bleibt ein symbolischer Punkt im Sommer. Diese Bauernregel soll jetzt zum Wochenende sogar die erste Wintervorhersage bringen.