Torfabrik

29:3 Tore! Rapid trifft doppelt so oft wie Liga-Schnitt

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Sieben Heimspiele, sieben Siege und 29 Tore: Rapid verwandelt Hütteldorf in eine Torfabrik. Auch die Saisonstatistik hat es in sich.
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Wer in dieser Saison nach Hütteldorf fährt, bekommt vor allem eines zu sehen: Tore. Meistens allerdings im eigenen Netz. Mit dem 6:0 gegen den WAC hat Rapid seine makellose Heimbilanz weiter ausgebaut. Sieben Bundesliga-Spiele im Allianz Stadion, sieben Siege, 29:3 Tore. Die Mannschaft von Johannes Hoff Thorup hat ihre Heimstätte zur Festung gemacht.

Im Schnitt erzielen die Grün-Weißen damit 4,14 Treffer pro Heimspiel. Auf der Gegenseite kassiert Rapid nur alle 210 Spielminuten ein Gegentor. Und das ist längst nicht die einzige Zahl, die der Konkurrenz Sorgen machen dürfte.

Sechs Tore bei nur 3,00 xG

Wie gnadenlos Rapid derzeit vor eigenem Publikum zuschlägt, bekam am Freitagabend der WAC zu spüren. Petter Dahl eröffnete mit seinem Doppelpack (9., 45.) das Schützenfest, ehe Ercan Kara (67., 79.), Tonni Adamsen (76.) und Claudy Mbuyi (83.) nachlegten.

Vier Treffer innerhalb von nur 16 Minuten machten aus einem 2:0 eine 6:0-Abfuhr.

Besonders bemerkenswert ist die Effizienz. Aus Chancen mit einem statistischen Erwartungswert von 3,00 Toren machte Rapid gleich sechs Treffer. Der WAC kam dagegen auf gerade einmal 0,29 xG und fünf Torschüsse.

Auch spielerisch war der Unterschied deutlich: Rapid hatte 67 Prozent Ballbesitz und brachte 94 Prozent seiner 706 Pässe zum Mitspieler. Wolfsberg kam auf 345 Pässe bei einer Quote von 83 Prozent.

Rapid trifft doppelt so oft wie der Liga-Schnitt

Die sechs Tore gegen Wolfsberg waren der vorläufige Höhepunkt einer außergewöhnlichen Offensivserie. Rapid erzielt in dieser Bundesliga-Saison durchschnittlich 3,25 Treffer pro Spiel – mehr als doppelt so viele wie der Ligadurchschnitt von 1,61.

Nach zwölf Runden stehen damit bereits 39 Tore auf dem Konto. Nur neunmal mussten die Hütteldorfer einen Gegentreffer hinnehmen. Die Tordifferenz beträgt beeindruckende plus 30.

Ercan Kara (M.) und Petter Dahl (r.) sorgen vor dem WAC-Tor für Gefahr. Beide treffen beim 6:0-Kantersieg doppelt. © GEPA pictures

Auch die Expected Goals unterstreichen die Effizienz. Aus Chancen im Wert von durchschnittlich 2,41 xG macht Rapid 3,25 Tore pro Partie. Die Grün-Weißen treffen damit im Schnitt 0,84-mal häufiger, als es die statistische Qualität ihrer Torchancen erwarten lässt.

Dazu kommen durchschnittlich 58 Prozent Ballbesitz und 585 gespielte Pässe pro Partie. Rapid hat nicht nur die treffsicherste Offensive, sondern kontrolliert auch über weite Strecken das Spiel.

Salzburg war der letzte Heim-Dominator

Schon vor dem WAC-Spiel hatte Rapid sämtliche sechs Bundesliga-Heimspiele gewonnen und dabei 23 Tore erzielt. Nur drei Gegentreffer standen zu Buche.

Zuletzt war Red Bull Salzburg 2021/22 mit sechs Heimsiegen in eine Bundesliga-Saison gestartet. Und um einen Klub zu finden, der in den ersten sechs Heimspielen noch häufiger traf als Rapid, musste man bis zur Salzburger Saison 2019/20 zurückblicken. Damals erzielten die Bullen sogar 31 Treffer.

Nun hat Rapid die Serie auf sieben Heimsiege ausgebaut. Bei 29 erzielten Toren mussten die Hütteldorfer bislang nur drei Gegentreffer hinnehmen.

26 Tore Unterschied allein in Hütteldorf

Die Heim-Tordifferenz beträgt mittlerweile plus 26. Allein das 6:0 gegen Wolfsberg hat diese Bilanz um weitere sechs Treffer verbessert.

Auch gegen den WAC schrieb Rapid Geschichte: Vier Bundesliga-Siege hintereinander waren in diesem Duell zuvor noch keinem der beiden Vereine gelungen.

Nach zwölf Runden steht Rapid bei 33 Punkten, 39 erzielten Toren und einer Tordifferenz von plus 30. Im Allianz Stadion haben die Hütteldorfer in dieser Bundesliga-Saison noch keinen einzigen Punkt abgegeben.