Bilanz nach Sommer

387 Klimaanlagen in Gemeindebauten genehmigt

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Wiener Wohnen hat bis Ende September 387 Klimaanlagen bewilligt. Seit Beginn des Sommers wurde der Einbau für Gemeindebau-Mieter deutlich erleichtert.
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Seit Beginn des Sommers haben es die Bewohner der Gemeindebauten deutlich leichter, sich vor der Hitze zu schützen. Wiener Wohnen hat die Regeln für den Einbau von Klimaanlagen gelockert. Besondere medizinische oder gewerberechtliche Gründe müssen für die Installation eines Split-Geräts nicht mehr nachgewiesen werden. Die ersten Monate zeigen nun eine enorm hohe Nachfrage nach dieser Abkühlung in den eigenen vier Wänden.

Bisher haben sich mehr als 3.000 Mieterinnen und Mieter ausführlich zu diesem Thema beraten lassen. Bis Ende September wurden exakt 387 Ansuchen bewilligt und 154 abgelehnt. 770 Verfahren und weitere 35 Ansuchen befinden sich aktuell noch in Bearbeitung. Diese Zahlen belegen den großen Bedarf an praxistauglichen Lösungen für die Wohnungen.

Rasche Hilfe für Hitzegeplagte

"Die Sommer in Wien werden spürbar heißer. Hitzephasen und Tropennächte stellen für viele Menschen eine zunehmende Belastung dar", erklärt Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch (SPÖ) den Hintergrund der Neuerung. Um den Bewohnern die Sommermonate erträglicher zu machen, habe man ganz bewusst neue Möglichkeiten für ein besseres Wohlbefinden geschaffen.

Elke Hanle-Torsch besucht eine Gemeindebauwohnung in der eine Klimaanlage installiert wurde. © David Bohmann

Wie gut das System in der Praxis funktioniert, zeigt das Beispiel von Marko A. Der Mieter reichte seinen Antrag ein und bekam rasch grünes Licht. Kurz darauf übernahm ein Fachbetrieb die Montage, wodurch der Wiener nun eine spürbare Entlastung genießt. "Es ist schön zu sehen, wenn Verbesserungen direkt bei den Menschen ankommen", freut sich Hanel-Torsch über solche positiven Beispiele aus dem Wohnalltag.

Strenge Vorgaben bleiben bestehen

Ganz ohne Regeln geht es beim Einbau jedoch nicht. Die Installation darf ausschließlich durch konzessionierte Fachbetriebe erfolgen. Zudem müssen strenge technische und bauliche Vorgaben zwingend eingehalten werden. Dazu zählen vor allem der Schutz der Nachbarn vor Lärm, hohe Standards bei der Energieeffizienz sowie umfassende Sicherheitsmaßnahmen.

Der erleichterte Zugang zu Klimageräten ist Teil einer weitreichenden Strategie gegen die extremen Temperaturen. Wiener Wohnen investiert parallel weiterhin stark in thermische Sanierungen, Entsiegelungen, Begrünungsmaßnahmen und außenliegenden Sonnenschutz. "Klimaanlagen sind dort eine wichtige Ergänzung, wo andere Maßnahmen allein nicht mehr ausreichen", betont Katharina Klement, interimistische Direktorin von Wiener Wohnen. Oberstes Ziel sei es, die Gemeindebauten an die Folgen des Klimawandels anzupassen und den Menschen konkrete Unterstützung im Alltag zu bieten.

Interessierte Mieter können sich jederzeit auf www.wienerwohnen.at informieren oder telefonisch unter 05 75 75 75 eine Infobroschüre anfordern. Diese liegt außerdem im Service-Center von Wiener Wohnen sowie in allen Lokalen des Nachbarschaftsservice wohnpartner auf.