Mordversuch
5 Jahre Haft nach Amokfahrt über 160 Kilometer
OÖ. Das Landesgericht Wels begründete fünf Jahre Haft (nicht rechtskräftig) damit, dass der 30-Jährige im Februar bei seiner Verfolgungsjagd mit der Polizei mit seinem Audi über 160 Kilometer mit hohem Tempo direkt auf einen Bauarbeiter zugefahren war. Der Mann konnte im letzten Moment zur Seite springen. Die Geschworenen folgten damit der Argumentation der Staatsanwaltschaft, die von versuchtem Mord ausgegangen war.
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Verteidigung bestritt Vorssatztat
Laut Anklage war der Deutsche am Abend des 9. Februar trotz Sperre in eine Baustelle auf der A25 eingefahren. Die Autobahn war wegen Markierungsarbeiten gesperrt, vor der Baustelle hatte sich ein Stau gebildet. Der Mann soll sich zwischen wartenden Autos und am Pannenstreifen vorbeigedrängt haben. Danach sei er trotz Straßensperre und LED-Warnern in den Baustellenbereich gefahren. Der Angeklagte bekannte sich im Prozess nur teilweise schuldig. Den Vorwurf des versuchten Mordes wies er zurück. Er habe den Bauarbeiter nicht gesehen. Laut seinem Anwalt war es keine Vorsatztat: "Er wollte niemanden töten!" Ursache für den Ausraster wäre "finanzieller Stress" gewesen, den der strengreligiöse Mann damals hatte.