Knallhart-Regeln

500 Euro Strafe! Cortina jagt Chaos-Touristen

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Der Übertourismus führt immer häufiger zu Konflikten und Beschwerden.
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Die als "Perle der Dolomiten" bekannte norditalienische Bergortschaft Cortina d'Ampezzo nahe der österreichischen Grenze geht gegen unangemessenes Verhalten von Touristen vor. Bürgermeister Gianluca Lorenzi hat eine Liste neuer Regeln aufgestellt, die jetzt vom Gemeinderat nur noch unterzeichnet werden müssen. Hintergrund ist der zunehmende Übertourismus, der nach Angaben der Stadtverwaltung immer häufiger zu Konflikten und Beschwerden führt.

Die geplante Verordnung richtet sich insbesondere gegen improvisiertes Campieren im Ortszentrum. Übernachten in Zelten, Schlafen in Schlafsäcken auf Parkbänken sowie das Picknicken auf historischen Gebäuden sollen künftig untersagt werden. Besonders betroffen sind die Stufen der lokalen Basilika. Auch für das Verhalten von Wohnmobilreisenden sollen strengere Regeln gelten. Zwar dürfen die Fahrzeuge auf ausgewiesenen Plätzen parken, nach Angaben der Gemeinde werde aus dem erlaubten Parken jedoch häufig ein improvisierter Campingplatz - mit Tischen, Stühlen, Kochern, aufgehängter Wäsche und anderem Campingzubehör. In der Stadt gelten für Verstöße gegen die Regeln Bußgelder zwischen 25 und 500 Euro.

Gemeinde drängt auf angemessene Kleidung im Ortszentrum

Die Gemeinde will zudem Vorgaben für angemessene Kleidung bei Spaziergängen im Ortszentrum aufstellen. Ziel sei ausdrücklich nicht, den Tourismus einzuschränken, sondern bestimmte Verhaltensweisen zu regeln und den öffentlichen Raum besser zu schützen. Zusätzlich soll die Gemeindeverordnung für die Ortspolizei geändert werden. Die Beamten sollen dadurch bessere Möglichkeiten erhalten, gegen als "unangemessen" oder "unhöflich" eingestuftes Verhalten vorzugehen.

Auch in Venedig soll stärker gegen Verstöße gegen die Regeln des öffentlichen Anstands vorgegangen werden. Bürgermeister Simone Venturini kündigte laut der Tageszeitung "Corriere del Veneto" an, die Kontrollen bei Ordnung, Handel und allen Aktivitäten zu verschärfen, die die Lebensqualität und das Erscheinungsbild der Stadt beeinträchtigen könnten.

In Zukunft sollen unter anderem Tauchen, Picknicken sowie das Schlafen oder Liegen auf Handtüchern auf dem Markusplatz nicht mehr geduldet werden. Venedig dürfe nicht zur Bühne für Menschen werden, die "durch verantwortungsloses, respektloses oder schlicht törichtes Verhalten für einige Minuten Aufmerksamkeit suchen", sagte Venturini.