Azubi-Glück

18-Jähriger findet Millionen-Goldschatz in Kellerwand

Viele Goldbarren liegen nebeneinander auf einem Holztisch an einer Baustelle.
© Lokale Politie Dendermonde
Bei Arbeiten in Belgien haben Bauarbeiter einen riesigen Goldschatz entdeckt. In einer Kellerwand stießen sie auf Goldmünzen und Barren im geschätzten Wert von etwa 8,8 Millionen Euro.
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Belgien. Ein 18-jähriger studentischer Mitarbeiter namens Kobe und ein Kollege trauten am Dienstag ihren Augen kaum. Bei Ausgrabungen für Abwasserleitungen in einer ehemaligen Brauerei in der belgischen Stadt Sint-Gillis-Dendermonde stießen sie auf einen gewaltigen Goldschatz. Der Fund war direkt in einer Wand versteckt und bestand aus Goldbarren, Goldklumpen sowie einem regelrechten Berg an Münzen. Zunächst hielt der 18-Jährige die Münzen für gewöhnliche Ein-Euro-Stücke, bis er auch die Nuggets und Barren bemerkte. Ob der Schatz in einer Truhe verstaut oder in Plastik gewickelt war, ist noch unklar.

Polizei sichert den Millionenschatz

Die Bauarbeiter alarmierten umgehend den Auftraggeber, die Wohltätigkeitsorganisation CAW Oost-Vlaanderen, sowie die Polizei. Mittlerweile wurde das Gold in einen Hochsicherheitstresor der belgischen Regierung gebracht, wie die britische "Daily Mail" berichtet. Die Herkunft des Schatzes wirft Fragen auf: Viele der gefundenen Barren tragen Stempel aus den Jahren 1957 und 1961. Nachdem sich die Nachricht verbreitete, strömten Neugierige zur Baustelle. Dies veranlasste den örtlichen Polizeichef Patrick Feys zu einer klaren Warnung: "Seien Sie sich bewusst, dass dies eine eingezäunte Baustelle mit mehreren gefährlichen Gruben ist. Außerdem waren wir bereits dort und alles ist garantiert weg. Gehen Sie also auf keinen Fall unverantwortliche Risiken ein."

Suche nach rechtmäßigen Besitzern

Geert Hillaert von CAW Oost-Vlaanderen erklärte gegenüber lokalen Medien, dass es Jahre dauern könnte, die ursprünglichen Eigentümer ausfindig zu machen. Er betonte: "Zunächst muss untersucht werden, inwieweit das Gold mit Straftaten aus der Vergangenheit in Verbindung gebracht werden kann. Darüber hinaus wird geprüft, ob sich noch auf irgendeinem Weg rechtmäßige Eigentümer finden lassen." Ob die Baufirma oder die Wohltätigkeitsorganisation einen Anteil für den Fund erhalten, ist derzeit noch völlig offen.

Streit um versunkenes Kriegsschiff

Während der Fund in Belgien nun gesichert ist, wurde Anfang dieser Woche bekannt, dass Großbritannien seinen Anspruch auf einen Schatz im Wert von 6,44 Milliarden Euro vor Gibraltar aufgegeben hat. Es handelt sich um das königliche Kriegsschiff HMS Sussex, das 1694 in einem Sturm mit bis zu zehn Tonnen Gold an Bord sank. Obwohl Großbritannien als Eigentümer des Wracks gilt, zeigten geleakte Dokumente, dass Pläne zur Bergung aus Sorge um die diplomatischen Beziehungen zu Spanien gestoppt wurden. Eine US-Firma hatte das Schiff nach dreijähriger Suche im Jahr 2001 geortet.

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