Ätna-Ausbruch
Flugchaos wird zum Millionengrab
Wegen der Aschewolken bleibt der Flughafen Catania-Fontanarossa voraussichtlich bis Freitag um 2 Uhr geschlossen. Der Ausbruch sorgt für erhebliche Probleme auf der gesamten Insel. Seit Freitag wurden mindestens 700 Flüge gestrichen. Mehr als 400 weitere Verbindungen mussten verlegt oder neu organisiert werden. Besonders betroffen sind die Flughäfen Palermo, Comiso und Trapani. Über 330 Flüge wurden nach Palermo umgeleitet, mehr als 100 nach Comiso und 22 nach Trapani. Auch in Comiso war der Betrieb wegen Verunreinigungen der Start- und Landebahnen durch Vulkanasche für rund zwölf Stunden unterbrochen.
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Massiver Schaden für den Tourismus
Die Ausfälle treffen den Tourismussektor in der Hauptreisezeit hart. Zehntausende Reisende mussten auf Busse oder Züge ausweichen, um andere Flughäfen zu erreichen oder Sizilien zu verlassen. Der Handelsverband Assoesercenti schätzt die bisherigen Verluste für den Tourismus auf etwa 24 Millionen Euro. Bei längeren Einschränkungen könnten die Schäden weiter ansteigen.
Ende der Vulkantätigkeit unklar
Eine schnelle Entspannung ist nicht absehbar. Stefano Branca vom Nationalen Institut für Geophysik und Vulkanologie erklärte, dass sich der Beginn einer Eruption zwar vorhersagen lasse, nicht aber deren Ende. Entscheidend für den Flugverkehr ist die Windrichtung. Die Aschewolke reicht bereits bis nach Malta und Nordafrika. Trägt der Wind die Asche weiter nach Südwesten Richtung Catania, bleibt der Flughafen beeinträchtigt. Am Flughafen Fontanarossa hat sich die Lage nach chaotischen Tagen etwas beruhigt. Die Betreiber arbeiten mit Behörden und Katastrophenschutz zusammen, um Verbindungen zu sichern.
Debatte um Standort des Flughafens
Der Ausbruch löste auch eine politische Diskussion aus. Zivilschutzminister Nello Musumeci kritisierte die Lage des Flughafens Catania und erklärte, nicht der Ätna sei am falschen Ort, sondern der Flughafen. Er verwies auf seinen früheren Vorschlag einer Verlagerung in ein Gebiet zwischen Catania und Enna. Die Opposition kritisierte das Krisenmanagement der Regionalregierung. Anthony Barbagallo von den Sozialdemokraten nannte das Vorgehen inkompetent und unzureichend.
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