Der LASK hat die Tür zur K.-o.-Phase weit aufgestoßen. Nach dem 4:0 gegen Slovan Bratislava steht die Mannschaft von Dietmar Kühbauer bei sechs Punkten aus vier Spielen. Ein Sieg und ein Remis könnten bereits reichen, um unter den besten 24 Mannschaften Europas zu landen.
Und die Chancen sind längst nicht mehr nur theoretisch. Die Datenexperten von Opta berechnen für die Linzer eine Aufstiegswahrscheinlichkeit von 59,93 Prozent.
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Die Zehn-Punkte-Rechnung macht Hoffnung
Der LASK gehört plötzlich zu den großen Gewinnern der Champions-League-Ligaphase. Neben Galatasaray und Manchester United zählt Football Meets Data die Linzer zu jenen Teams, deren Aussichten nach dem vierten Spieltag besonders gestiegen sind.
Die neue Hochrechnung hat es in sich.
Neun Punkte? 51,2 Prozent Chance auf die Top 24.
Zehn Punkte? Satte 94,8 Prozent.
Elf Punkte? Sogar 99,98 Prozent.
Heißt für Kühbauers Elf: Ein weiterer Sieg und ein Remis aus den vier verbleibenden Partien könnten genügen.
Opta: LASK eher weiter als draußen
Noch deutlicher wird die neue Ausgangslage bei Opta.
Die Linzer haben laut der aktuellen Simulation eine Chance von 58,94 Prozent auf die Play-off-Plätze neun bis 24. Dazu kommen 0,99 Prozent für einen direkten Achtelfinaleinzug über die Top acht.
Macht zusammen 59,93 Prozent für die K.-o.-Phase.
Selbst das Achtelfinale ist nicht mehr völlig außer Reichweite. Die Wahrscheinlichkeit, direkt oder über die Play-offs unter die letzten 16 zu kommen, liegt bei 14,67 Prozent.
44-mal im Strafraum! Slovan unter Dauerbeschuss
Wie viel Selbstvertrauen die Linzer aus dem Kantersieg mitnehmen können, zeigen die Matchdaten.
29 Torschüsse feuerte der LASK gegen Bratislava ab. Slovan kam auf sieben.
44-mal waren die Oberösterreicher im gegnerischen Strafraum am Ball. Die Slowaken schafften gerade einmal zwölf Kontakte.
Und während Kühbauers Mannschaft angriff, hatte die Slovan-Abwehr Schwerstarbeit zu leisten: 31 Klärungsaktionen mussten die Gäste verbuchen. Beim LASK waren es nur sieben.
Auch die Passzahlen sprechen eine deutliche Sprache. Im letzten Spielfelddrittel brachte der LASK 143 Zuspiele an, Slovan lediglich 57.
Dazu kamen 22 Flanken gegenüber fünf der Gäste. Ballbesitz: 60 Prozent für die Linzer.
4,69 xG - 4:0 hätte noch höher ausfallen können
Vier Tore erzielt, Chancen für fast fünf herausgespielt.
Laut FotMob erreichte der LASK einen Expected-Goals-Wert von 4,69. Slovan kam nur auf 0,47.
Sechs Großchancen erspielten sich die Linzer, zehn Schüsse gingen direkt aufs Tor. Zweimal rettete für Bratislava das Aluminium.
Auch bei Standards war die Kühbauer-Elf gefährlich. 1,78 der insgesamt 4,69 erwarteten Tore entstanden aus ruhenden Bällen. Das sind rund 38 Prozent der gesamten statistischen Torgefahr.
Aus dem laufenden Spiel kamen weitere 2,91 xG hinzu.
Vier Tore könnten Gold wert sein
Das 4:0 brachte dem LASK nicht nur drei Punkte. Es reparierte auch die Tordifferenz.
Vor dem Slovan-Spiel stand sie bei minus drei. Jetzt sind es plus eins – bei zehn erzielten und neun kassierten Treffern.
Das kann am Ende entscheidend sein. Bei Punktegleichheit zählt in der Champions-League-Ligaphase zuerst die Tordifferenz, danach die Zahl der erzielten Tore.
Nach den Dienstagspielen stand der LASK auf Rang 15. Allerdings hatte die Hälfte der 36 Teilnehmer zu diesem Zeitpunkt erst drei Spiele absolviert.
Erst Norwegen, dann Real Madrid
Vier Partien bleiben den Linzern, um die fehlenden Punkte zu holen.
Am 24. November wartet das Auswärtsspiel bei Bodø/Glimt. Danach kommt Fenerbahçe nach Linz. Im Jänner geht es zu Real Madrid, ehe der FC Porto zum Abschluss der Ligaphase in Oberösterreich gastiert.
Die restlichen LASK-Spiele:
November, 18.45 Uhr: Bodø/Glimt – LASK
Dezember, 21 Uhr: LASK – Fenerbahçe
Jänner, 21 Uhr: Real Madrid – LASK
Jänner, 21 Uhr: LASK – FC Porto
Ein Sieg und ein Remis würden den LASK auf zehn Punkte bringen. Laut Football Meets Data erreichen Mannschaften mit dieser Ausbeute in 95 Prozent der simulierten Fälle die Top 24.