Weil Dänemark ein 0:0 gegen Belgien holte, blieben sie um einen Punkt auf Rang zwei vor Österreich. Die Belgier wurden mit 17 Zählern Gruppensieger.
Trotz diesem bittersüßen Ende konnten sich aus Peter Perchtolds Team einige Spieler für höhere Aufgaben empfehlen. Rund um Ralf Rangnicks letzte Kadernominierung war ohnehin immer wieder die Rede vom "ÖFB-Team neu".
Stars wie Marko Arnautovic (akut) oder David Alaba und Marcel Sabitzer (mittelfristig) müssen ersetzt werden. Und einige dieser Helden von morgen verweilen aktuell im U21-Aufgebot.
Drei Spieler durften bereits schnuppern
Mit Vasilije Markovic spielte ein Akteur 69 Minuten gegen Wales, der kurz zuvor bereits sein A-Team-Debüt gegen den Kosovo feiern durfte. Der Austrianer ist ebenso in den Plänen von Rangnick wie Rapids Nikolaus Wurmbrand, der bereits zwei Profi-Spiele (1 Tor, 1 Vorlage) absolvierte. Beim 7:1 schrieb er ebenfalls einmal an (71.).
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LASK-Keeper Lukas Jungwirth wäre wohl schon zu seinem Debüt gekommen, hätte er nun nicht in der U21 aushelfen müssen. Christian Zawieschitzky stand bereits zwischen den Pfosten – es wird wohl das Torhüter-Duell der Zukunft.
Innenverteidiger-Zukunft strahlt weiterhin
Doch auch abseits dessen dürften einige nur einen kleinen Schritt von ganz oben entfernt sein. Yannik Schuster spielte sich nach seinem großen Sprung von Salzburg in die Premier League bereits in der Innenverteidigung bei Brentford fest. Ohne die große Konkurrenz auf seiner Position wäre er wohl schon nominiert worden.
Ein ähnliches Problem könnte sich für Valentin Zabransky auftun, wie Schuster (20) hat aber auch der 19-Jährige die Zeit auf seiner Seite.
Nächster U17-Held ante portas
Bisher noch nicht im Rangnick-Umfeld waren zwei Sturm-Kicker, die mit ihren Leistungen auf sich aufmerksam machen. Einerseits Luca Weinhandl, der als jüngster U21-Spieler (17) der Torreigen in Wales eröffnete und aufgrund seiner Präsenz schon mit Premier-League-Klubs wie Arsenal in Verbindung gebracht wird. Eine Nominierung ist wie bei Markovic wohl nur eine Frage der Zeit.
Sein Kollege Jakob-Peter – genannt JP – Hödl ist zwei Jahre älter, weiß aber nicht nur mit dem 2:0-Treffer zu überzeugen. Sein Skillset, nämlich Tempo gepaart mit technischer Stärke, geht Rangnick ohnehin ab. An seinem Output muss der Flügel noch arbeiten, kein Tor und eine Vorlage in 13 Saisonspielen sind zu mager, doch auch er könnte relevant werden.
Österreichs eigener Erling Haaland?
Gleich dreimal in der Quali erfolgreich war zudem Erik Kojzek, der gegen Wales ein Tor und zwei Vorlagen beisteuerte. Der blonde 1,95-Meter-Stürmer erinnert an Erling Haaland oder Rasmus Højlund. Mit fünf Toren und drei Vorlagen in 14 Partien für Partizan Belgrad, an die er vom WAC inklusive Kaufoption (2 Millionen Euro) verliehen ist, zeigt der 20-Jährige bereits auf.
Da er in Slowenien geboren ist und bereits für deren U19 gespielt hat, gilt es zudem, Kojzek mit Profi-Einsätzen an den ÖFB zu binden.
Linksverteidiger als größte Torgefahr
Im Auge behalten sollte man aber natürlich U17-WM-Held Ifeanyi Ndukwe oder Linksverteidiger David Puczka vom FC Genua. Die Italiener bezahlten erst im Sommer 6 Millionen Euro an Juventus für dessen Dienste und in der EM-Quali war er mit drei Toren und ebenso vielen Vorlagen der beste ÖFB-Scorer.
Es wird spannend zu sehen sein, welcher dieser Spieler auf den EM-Zug 2028 des ÖFB-Teams aufspringen kann, auch wenn die eigene Quali knapp verpasst wurde.