Eingebettet in die bevorstehende Leistungsschau des Bundesheers anlässlich des Nationalfeiertags hat sich für Jugendliche am Mittwoch am Wiener Heldenplatz die Gelegenheit ergeben, sich über diverse Lehrberufe zu informieren. Insgesamt rund 7.000 Schüler nützten die Möglichkeit. Präsentiert wurden mehr als 70 Lehrberufe. Besonders stark war das Bundesheer vertreten, aber auch Unternehmen wie Porr, McDonald's und der Flughafen Wien warben.
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Auch die Politik gesellte sich zu der "Karriereplattform" genannten Lehrlingsmesse. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) freute sich, dass die Veranstaltung bereits zum vierten Ma in Szene gehen kann und betonte die Vielfalt der Berufe, die das Bundesheer biete. So gebe es mehr als vierzig unterschiedliche Möglichkeiten, auf diesem Weg eine Berufskarriere zu starten.
Integrationsministerin Claudia Bauer (ÖVP) brach ebenfalls eine Lanze für die Lehre. An Eltern appellierte sie, den jungen Menschen ihre Chancen aufzuzeigen und ihnen keinen Weg vorzuzeichnen. In einer Aussendung ergänzte sie später, dass eine abgeschlossene Ausbildung mit dem Einstieg ins Berufsleben entscheidend dafür sei, auf eigenen Beinen zu stehen. Gerade bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund gebe es hier noch großen Aufholbedarf.
Aufruf zur Lehre
Für Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) ist die Lehre ein zentraler Pfeiler des wirtschaftlichen Erfolgs und des sozialen Zusammenhalts. Ziel ist für ihn, noch mehr junge Menschen von der Lehre zu begeistern. Eine besondere Aufforderung ging von der Wiener Bildungsdirektorin Elisabeth Fuchs an die Mädchen. Diese seien in der Lehre immer noch unterrepräsentiert.
Die Informationsangebote wurden von den Jugendlichen jedenfalls stark nachgefragt. Als besonders populär erwiesen sich freilich praktische Übungsmöglichkeiten wie an einem Baggersimulator sowie ein Hindernisparcours des Heers. Die allergrößte Anziehungskraft hatte freilich jene Station, an der gratis Palatschinken vergeben werden. Nirgendwo war die Schlange auch nur annähernd so lange wie dort.
Veranstaltet wird die "Karriereplattform" in erster Linie von Integrationsfonds, Verteidigungsministerium, Gemeinde Wien und Wiener Bildungsdirektion. (APA)