Panne bei Sanierung
800 Millionen! Deutsche Bahn vergisst auf kaputte Brücke
Eigentlich sollte ab Samstag auf der rund 65 Kilometer langen Eisenbahnstrecke zwischen Köln, Wuppertal und Hagen nach monatelangen Bauarbeiten alles wieder absolut planmäßig laufen. Doch genau am letzten Tag der umfassenden Modernisierung fiel bei einer routinemäßigen Überprüfung ein schwerer Schaden an einem tragenden Bauteil einer Brücke in Opladen auf. Für viele Pendler, die auch Verbindungen in Richtung Österreich nutzen oder dort Anschlüsse erreichen müssen, bedeutet das erneut strapazierte Nerven. Da der betroffene Abschnitt aktuell nur einseitig befahren werden kann, fallen Züge aus oder sind mit erheblichen Verspätungen unterwegs.
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Sperrung aus Sicherheitsgründen
Ein Sprecher der Deutschen Bahn erklärte gegenüber BILD, dass ein Prüfsachverständiger den Mangel an der Eisenbahnbrücke entdeckt habe. Aus Sicherheitsgründen musste eines der beiden Gleise sofort gesperrt werden. Das andere Gleis kann zwar mit normaler Geschwindigkeit befahren werden, allerdings steht für den gesamten Zugverkehr nicht die volle Kapazität zur Verfügung. Einige Züge müssen den Abschnitt deshalb deutlich langsamer passieren.
Teure Modernisierung ohne Erfolg
Seit Februar wurde die wichtige Strecke in Nordrhein-Westfalen intensiv modernisiert, um den Verkehr eigentlich verlässlicher und leistungsfähiger zu machen sowie Störungen zu reduzieren. Während der Arbeiten mussten Fahrgäste auf Ersatzbusse umsteigen und Fernzüge wurden weiträumig umgeleitet. Dass der Brückenschaden bei Leverkusen-Opladen erst jetzt auffiel, liegt laut Angaben der Deutschen Bahn daran, dass das Bauwerk bei der Generalsanierung gar nicht berücksichtigt wurde. Eine vorherige Inspektion Ende 2025 verlief nämlich noch völlig ohne Beanstandungen. Wie lange die Reparaturarbeiten andauern werden, ist laut WDR noch vollkommen unklar.
Auswirkungen auf den Fernverkehr
Die Sperrung hat massive Auswirkungen auf den internationalen und nationalen Fernverkehr. Die ICE-Verbindung von Köln über Hannover nach Berlin ist stark betroffen. Mehrere Züge beginnen und enden vorzeitig in Hamm, wodurch die Halte in Köln, Solingen, Wuppertal und Hagen komplett entfallen. Fahrgäste müssen sich auf erhebliche Verzögerungen einstellen. Es ist nicht die erste Großpanne in diesem Jahr: Bereits die Freigabe der Strecke zwischen Berlin und Hamburg verzögerte sich wetterbedingt bis zum 14. Juni, woraufhin es wegen Problemen mit der neuen Signal- und Stellwerkstechnik ebenfalls zu deutlichen Verzögerungen kam.