Begehrter Preis

Abnehmspritze am Weg zum Nobelpreis

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Nobelpreis-Reigen: 1 Million Euro Preisgeld ++ Die Favoriten.
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Der Nobelpreis-Reigen startet am 5. Oktober. Wer einen der begehrten Nobelpreise erhält, hat noch etwas mehr Grund zur Freude: Das Preisgeld stieg auf rund eine Million Euro. Die nach ihrem Stifter, dem Schweden Alfred Nobel, benannten Nobelpreise werden seit 1901 in den Kategorien Medizin, Physik, Chemie, Literatur und Frieden vergeben.

Das sind die Favoriten für den Nobelpreis

Der Datenkonzern Clarivate hat jetzt ein Ranking aus dem Kreis der meistzitierten Wissenschafter erstellt. Die "Zitations-Kaiser" haben immer wieder Preise gewonnen.

Im Bereich "Medizin" billigt man für ihre Beiträge zu den Grundlagen von GLP-1-Medikamenten Daniel J. Drucker (Kanada), Jens Juul Holst (Dänemark) und Svetlana Mojsov (USA) Chancen zu. Wirkstoffe, die das Verdauungshormon GLP-1 nachahmen (GLP-1-Rezeptor-Agonisten), sind inzwischen bewährte Medikamente gegen Typ-2-Diabetes und für "Abnehmspritzen" zugelassen.

Ein Physik-Nobelpreis-Favorit ist Qikun Xue (China) für seine Arbeiten zu Quanten-Elektronik.

Für den Chemie-Nobelpreis werden David L. Allara (Pennsylvania State University/USA), Ralph G. Nuzzo (University of Illinois at Urbana-Champaign/USA) und Jacob Sagiv (Weizmann Institute of Science/Israel) gehandelt. Sie haben sich selbst organisierende Nanomaterialien (Self-Assembled-Monolayer - SAM) entwickelt, die in der Regel nur eine einzige Moleküllage dick sind. Für wichtige Erkenntnisse über den Elektronentransfer in Proteinen wurden Harry B. Gray und Jay R. Winkler (beide California Institute of Technology/USA) nominiert. David R. Liu (Harvard University/USA) hat wiederum durch die Entwicklung von Technologien zur präzisen Genbearbeitung gute Chancen.

In den Wirtschaftswissenschaften dominieren erneut Experten aus US-Institutionen: Susan C. Athey (Stanford University/USA) und Hal R. Varian, früherer Chefökonom von Google und Professor an der University of California Berkeley/USA, könnten für "wegweisende Analysen der Wirtschaftlichkeit von Informationstechnologie" den Zuschlag erhalten. Michael D. Woodford (Columbia University/USA) steht mit seinen Beiträgen zur Geldpolitik ebenso auf der Clarivate-Liste wie Sidney G. Winter (University of Pennsylvania/USA) für Studien zu organisatorischer Innovation und wirtschaftlicher Dynamik.