Ski-Weltcup

Acht Joker für Marcel Hirscher – wer punktet, darf sie behalten

© Instagram
Marcel Hirscher bekommt Wildcards für sein mögliches Weltcup-Comeback. Wer in die Top 30 fährt, darf den Joker behalten. Das Kleingedruckte hilft ihm.
Zur Vollversion des Artikels

Normalerweise ist ein Joker weg, sobald man ihn ausspielt. Marcel Hirscher darf seine behalten – wenn er schnell genug ist. Für eine mögliche Weltcup-Rückkehr stehen dem Salzburger in der Saison 2026/27 je vier Wildcards im Slalom und Riesentorlauf zu. Acht Sonderstarts also, aus denen deutlich mehr Rennen werden können.

Die am Samstag veröffentlichten FIS-Detailregeln machen es möglich: Ein Ergebnis unter den besten 30 kostet keine Wildcard. Erst eine Platzierung außerhalb der Top 30 belastet das Konto in der jeweiligen Disziplin.

Punkte sammeln, Joker sparen

Wird Hirscher etwa bei seinem ersten Riesentorlauf 25., stehen ihm danach weiterhin vier Riesentorlauf-Wildcards zur Verfügung. Fährt er beim nächsten Mal wieder in die Punkte, bleibt der Vorrat erneut unangetastet.

Für den achtfachen Gesamtweltcupsieger lohnt sich ein Top-30-Platz damit doppelt: Er bringt Punkte und erhält das nächste Comeback-Ticket. Die FIS öffnet die Tür. Wie lange sie offen bleibt, hat Hirscher mit seinen Ergebnissen selbst in der Hand.

Die 31 ist reserviert, die Reisekasse nicht

Bei seinen Wildcard-Einsätzen erhält der 37-Jährige die Startnummer 31. Der zwischenzeitlich diskutierte Vorschlag, ihn erst hinter den Top 40 einzureihen, wurde nicht übernommen.

Ganz ohne Kleingedrucktes geht es trotzdem nicht: Die Wildcard schafft keinen zusätzlichen Platz außerhalb der Nationenquote. Reisegeld oder andere finanzielle Ansprüche sind ebenfalls nicht enthalten. Die FIS spendiert die Startmöglichkeit, nicht den Aufenthalt.

Der nächste Anlauf beginnt im Training

Hirschers erste Rückkehr für die Niederlande endete im Winter 2024/25 nach drei Weltcup-Rennen mit einem Kreuzbandriss. Auch die folgende Saison samt Olympischen Spielen verpasste er.

Mittlerweile trainiert der Salzburger wieder auf Schnee. Nach der Skihalle im niederländischen Zoetermeer ging es nach Ushuaia in Argentinien. Dort sammelt er vorerst Trainingstage. Die Joker bleiben noch in der Tasche.