Blutige Familienfehde

Äxte, Hämmer, Schläger: Großfamilien liefern sich brutale Straßenschlacht

Mit Äxten, Hämmern und Baseballschlägern gingen mehr als 20 Menschen in Düren aufeinander los. Mindestens acht Beteiligte wurden schwer verletzt, sechs mussten ins Krankenhaus gebracht werden.
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Die heftige Auseinandersetzung ereignete sich am Sonntagabend in der Innenstadt von Düren in Nordrhein-Westfalen (Deutschland). Gegen 18.50 Uhr gingen bei der Polizei zahlreiche Notrufe ein. Zeugen berichteten von einer massiven Schlägerei am Bonner Platz.

Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, waren die beiden Gruppen bereits voneinander getrennt. Mehrere Augenzeugen hatten offenbar versucht, die Auseinandersetzung zu stoppen. Videos, die während des Vorfalls aufgenommen wurden, zeigen die massive Gewalt auf der Straße.

Acht Menschen schwer verletzt

Nach ersten Erkenntnissen wurden mindestens acht Beteiligte schwer verletzt. Sechs von ihnen mussten mit Rettungswagen und Notarzt in Krankenhäuser gebracht werden.

Zwei weitere blutende Verletzte lehnten eine medizinische Behandlung ab und wollten nicht ins Krankenhaus. Darüber hinaus gab es weitere Leichtverletzte. Die Polizei nahm noch am Tatort zwei Verdächtige fest. Bei ihnen handelt es sich um einen 23-Jährigen aus Köln und einen 22-Jährigen aus Düren.

Zwei Großfamilien sollen sich verabredet haben

Warum die Situation derart eskalierte, ist bislang noch unklar. Die Polizei geht nach ersten Ermittlungen davon aus, dass sich Personen aus zwei Großfamilien offenbar gezielt verabredet hatten. Ein Polizeisprecher erklärte gegenüber der BILD-Zeitung: "Wir ermitteln auf Hochtouren und werten jetzt akribisch die Augenzeugen-Videos aus und werden dadurch sicher weitere Tatverdächtige ermitteln können." Möglicherweise habe bereits länger ein Streit zwischen den Beteiligten geschwelt, der schließlich in der heftigen Auseinandersetzung eskalierte.

Wer brachte die Waffen mit?

Genau diese Frage beschäftigt nun die Ermittler. Sie wollen klären, wie der Streit begann, weshalb die Situation eskalierte und wer die Äxte, Hämmer und weiteren Gegenstände zum Ort der Auseinandersetzung mitbrachte.

Die Beteiligten zeigen sich laut Polizei bislang wenig kooperativ. Einige der Schwerverletzten konnten im Krankenhaus noch nicht befragt werden. Die Ermittler werten deshalb derzeit die zahlreichen Augenzeugen-Videos aus. Sie hoffen, dadurch weitere Beteiligte identifizieren und den genauen Ablauf der Schlägerei rekonstruieren zu können.