Dreh ins Plus

Agrana: 40 % weniger Zuckerrüben

© Agrana
Der "Wiener Zucker"-Produzent Agrana erhält wegen dürrebedingten Ernteausfällen heuer um bis zu 40 Prozent weniger Zuckerrüben von den Bauern in Österreich.
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Einen Zucker-Engpass werde es hierzulande aber nicht geben, sagte Agrana-Chef Stephan Büttner im APA-Gespräch. Die gesamte heimische Rübenernte wird in der niederösterreichischen Agrana-Zuckerfabrik in Tulln an der Donau verarbeitet.

Das kriselnde Zuckergeschäft hatte die Agrana im Geschäftsjahr 2025/26 in die Verlustzone gedrückt. Aufgrund niedriger Zuckerpreise schloss die Agrana im März 2025 die Zuckerproduktion an den Standorten Leopoldsdorf im Marchfeld sowie Hrušovany in Tschechien.

Der Nahrungsmittel- und Industriegüterkonzern betreibt außerdem noch vier andere Zuckerfabriken in Zentral-, Ost- und Südosteuropa. Auch diese Fabriken erhalten aufgrund der Trockenheit deutlich weniger Zuckerrüben zur Verarbeitung.

Trockenheit drückt die Ernte

Statt 1,9 Millionen Tonnen Zuckerrüben im Vorjahr erwartet die Agrana heuer nur 1,1 Millionen Tonnen. Daraus entstehen rund 200.000 statt 310.000 Tonnen Zucker. Auch die vier anderen Fabriken in Europa bekommen deutlich weniger Rüben.

Zukaufen muss der Konzern trotzdem nichts. „Wir können den Handel ganz normal beliefern", sagt Chef Büttner. Der Zuckerpreis ist an den Börsen in drei Monaten um rund 40 Prozent gestiegen.

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Nach dem Verlust von 35,6 Millionen Euro im Vorjahr geht es bergauf: Das Halbjahresergebnis springt von 1,1 auf 37,5 Millionen Euro. Der Umsatz bleibt bei 1,7 Milliarden Euro. Die Zahl der Beschäftigten sank zuletzt um 600 auf 8.400.

Schwerpunkt bleibt die Integration von Austria Juice und Mercator-Emba. Laut Büttner hat sich die operative Performance trotz des schwierigen Umfelds verbessert. Wie bereits berichtet, erwartet der Nahrungsmittel- und Industriegüterkonzern für das Gesamtjahr 2026/27 ein Betriebsergebnis (EBIT) "sehr deutlich über dem Vorjahr" in einer Bandbreite von 90 bis 110 Mio. Euro.