Sicherheitsgefühl

Alkoholverbot an zehn Wiener Bahnhöfen droht

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Alkoholkonsum soll an Bahnhöfen schrittweise verboten werden. Nach dem Westbahnhof nehmen die ÖBB nun in Wien zehn weitere Standorte wie den Hauptbahnhof genauer unter die Lupe.
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Das Alkoholverbot auf Bahnhöfen könnte deutlich ausgeweitet werden. Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) spricht sich dafür aus, die Regelung künftig auch an weiteren großen Knotenpunkten einzuführen. Die ÖBB prüfen nun, welche Standorte dafür infrage kommen. Derzeit gilt eine solche Einschränkung in WIen an drei Standorten, doch die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) untersuchen derzeit intensiv die Einbeziehung weiterer Stationen.

Positive Bilanz am Westbahnhof

Seit Mai darf am Westbahnhof kein Alkohol konsumiert werden. Laut Hanke werde das Verbot sowohl vom Personal als auch von Fahrgästen positiv aufgenommen. Seit der Einführung registrierte die Polizei dort 171 Anzeigen. Bereits länger gelten vergleichbare Regeln am Praterstern und in Floridsdorf. Am Praterstern wurden bisher rund 6.660 Anzeigen verzeichnet, in Floridsdorf 208. Der deutliche Unterschied hängt auch mit der Dauer der jeweiligen Verbote zusammen.

Am Praterstern besteht die Regelung seit 2018, in Floridsdorf erst seit dem Vorjahr. An den meisten anderen Bahnhöfen untersagt die Hausordnung derzeit lediglich übermäßigen Alkoholkonsum. Laut ÖBB steht rund jede sechste sicherheitsrelevante Meldung an Bahnhöfen im Zusammenhang mit Alkohol.

Weitere Stationen auf dem Prüfstand

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In Wien könnten neben dem Hauptbahnhof auch Meidling, Matzleinsdorfer Platz, Wien Mitte, Handelskai, Traisengasse, Liesing, Rennweg, Heiligenstadt und Hütteldorf für ein Alkoholverbot infrage kommen. Entscheiden können das letztlich die ÖBB selbst, da sie in ihren Bahnhöfen das Hausrecht ausüben. Für ein Verbot müsste unter anderem die Hausordnung angepasst werden. Vor einer Entscheidung sollen auch Gespräche mit Gemeinden und Bezirken geführt werden. Ergebnisse der Prüfung werden in den kommenden Monaten erwartet.

Auch andere Bundesländer im Blick

Auch in weiteren Bundesländern stehen wichtige Verkehrsknotenpunkte vor einer möglichen Einführung der Alkoholverbotszone. In Niederösterreich stehen der Flughafen Wien-Schwechat sowie die Bahnhöfe St. Pölten, Mödling und Baden auf dem Prüfstand. In Oberösterreich geht es um Linz und Wels, in der Steiermark um den Grazer Hauptbahnhof.

Schulungen für ÖBB-Personal

Parallel dazu setzen die ÖBB auf Prävention. Rund 1.700 Zugbegleiter absolvieren jedes Jahr ein ganztägiges Deeskalationstraining. Ab September sollen zusätzlich freiwillige Selbstverteidigungskurse angeboten werden. Damit sollen Beschäftigte besser auf schwierige und mögliche gefährliche Situationen vorbereitet werden.