Wichtiger Lostag

Alte Bauernregel: "So bleibt's bis Weihnachten gewiss"

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Wird es an Weihnachten kalt und winterlich oder müssen wir uns erneut auf milde Temperaturen und Regen einstellen?
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Eine alte Bauernregel verspricht bereits am 6. November einen Hinweis darauf, wie sich das Wetter bis zum Weihnachtsfest entwickeln könnte. Der Spruch zum sogenannten Lostag des heiligen Leonhard lautet: "Wie’s Wetter an Lenardi ist, bleibt’s bis Weihnachten gewiss."

Die überlieferte Wetterregel ist seit Generationen bekannt und gehört zu den traditionellen Bauernweisheiten im November. Ihre Aussage ist einfach: Wie sich das Wetter am 6. November präsentiert, so soll es demnach auch in den folgenden Wochen bis Weihnachten bleiben. Zeigt sich der Tag freundlich, trocken und mild, könnte sich diese Witterung fortsetzen. Herrschen hingegen Kälte, Nebel oder Regen, deutet die Regel auf entsprechend unbeständiges oder winterliches Wetter bis zum Fest hin.

Wer war der heilige Leonhard?

Der 6. November ist dem heiligen Leonhard von Limoges gewidmet. Er lebte der Überlieferung nach im 6. Jahrhundert und gilt als Schutzpatron der Bauern und des Viehs, insbesondere der Pferde. In vielen Regionen wird sein Gedenktag deshalb auch mit traditionellen Bräuchen und Leonhardifahrten begangen.

Wie zuverlässig ist die Bauernregel?

Auch wenn der Spruch eine spannende Langzeitprognose verspricht, sollte man ihn mit Vorsicht betrachten. Wissenschaftlich belegt ist ein Zusammenhang zwischen dem Wetter an einem einzelnen Novembertag und der Witterung bis Weihnachten nicht. Bis zum Heiligen Abend liegen schließlich noch mehrere Wochen, in denen sich die Großwetterlage grundlegend verändern kann. Für eine verlässliche Weihnachtsprognose ist der 6. November daher deutlich zu früh.

Die Bauernregel bleibt dennoch eine interessante Tradition – und liefert jedes Jahr neuen Gesprächsstoff, wenn die Frage nach weißen Weihnachten näher rückt.