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Artenschutz wird in Schönbrunn zum Erlebnis

© Daniel Zupanc
Artenschutz zum Angreifen gibt es dieses Wochenende im Tiergarten Schönbrunn. Am 5. und 6. September zeigen der Zoo und 27 Natur- und Artenschutzorganisationen, wie bedrohte Tierarten geschützt werden und was jeder selbst dazu beitragen kann. Neben Infoständen warten zahlreiche Stationen zum Ausprobieren und Mitmachen.
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Beim Stand des Tiergartens können Besucher ihr Wissen testen und auf der "Reverse the Red"-Waage Maßnahmen richtig zuordnen, die der Artenvielfalt helfen. An einer weiteren Station lässt sich spielerisch erleben, wie die Arbeit von Forschern an Batagur-Flussschildkröten aussieht.

Gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Herpetologie wird der Lebenszyklus von Fröschen und Kröten erforscht. Dabei zeigt sich auch, welche Probleme Amphibien bekommen, wenn geeignete Tümpel immer seltener werden.

Eine Premiere gibt es heuer mit einem begehbaren Bodencubus der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft. Überdimensionale Bodentiere und echte Geräusche geben dort Einblicke in die bedrohte Welt unter der Erde. Ebenfalls erstmals vertreten ist BeeWild, eine österreichische Initiative, die mehr wilde Lebensräume für Nützlinge schaffen will.

Artenschutzhunde zeigen ihr Können

Ein besonderes Programm gibt es am Samstag. Um 11 Uhr und um 13.30 Uhr führt die Diensthundestaffel des Österreichischen Zolls vor, wie Artenschutzhunde bei ihrer Arbeit eingesetzt werden. Wie groß der Handlungsbedarf ist, zeigen Zahlen der Weltnaturschutzunion IUCN. Von rund 176.000 erfassten Arten gelten etwa 49.500 als bedroht.

"Auch kleine Beiträge können in Summe viel bewirken", sagt Regina Kramer, Kuratorin für Artenschutz und Forschung im Tiergarten. Wer mehrere Stationen besucht und dabei seinen Sammelpass füllt, kann sich beim Rätselrallye-Zelt am Hietzinger Eingang eine kleine Überraschung zum Schulstart abholen.

Hilfe für eine der seltensten Schildkröten

Im Mittelpunkt steht auch die Nördliche Batagur-Flussschildkröte. Sie zählt zu den drei seltensten Schildkrötenarten der Welt und wurde durch Fischerei, gezielten Fang für den südostasiatischen Schwarzmarkt sowie das Absammeln ihrer Eier beinahe ausgerottet.

Unter der Leitung des Tiergarten Schönbrunn werden die Tiere in Bangladesch nachgezüchtet und wiederangesiedelt. Die Einnahmen bei den Infoständen des Tiergartens sowie beim Bücherflohmarkt, Kinderschminken und an der Kaffee- und Saftbar fließen in dieses Schutzprojekt.