Fahndung
Ausgesperrt: Betrüger kam mit Opfer-Masche
Wien. Beamten des Stadtpolizeikommandos Innere Stadt ist es nach umfangreichen Ermittlungen gelungen, einen Tatverdächtigen nach einer über mehrere Monate andauernden Betrugsserie vorwiegend im 1. Bezirk auf frischer Tat zu betreten und festzunehmen.
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Der 41-jährige kroatische Staatsangehörige soll seit Mitte April mehr als 70 Betrugsdelikte durch das Vortäuschen einer Notlage begangen haben. Dabei sprach der Beschuldigte Passanten in Tiefgaragen und Geschäftslokalen in der City an und gab vor, sich soeben selbst aus seinem Auto ausgesperrt zu haben.
Da sich sein Mobiltelefon, seine Geldbörse sowie seine Ausweise angeblich im verschlossenen Fahrzeug befinden würden und er dringend zu einem Termin nach Salzburg müsse, bat er um Geld für die Zugfahrt und die dortige Unterkunft. Unter dem Vorwand, den geliehenen Betrag am nächsten Tag zurückzuzahlen oder zu überweisen, brachte er die Geschädigten dazu, ihm Bargeldbeträge zwischen 100 und 600 Euro auszuhändigen. Der bisher bekannte Gesamtschaden beläuft sich auf rund 20.000 Euro. Der Beschuldigte wurde über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien in eine Justizanstalt eingeliefert.
Da aufgrund der bisherigen Ermittlungen des Stadtpolizeikommandos Landstraße von einer erheblichen Dunkelziffer weiterer bisher nicht angezeigter Straftaten auszugehen ist, veröffentlicht die Wiener Polizei über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien Lichtbilder des Beschuldigten. Mögliche weitere Geschädigte werden ersucht, sich beim Stadtpolizeikommando Landstraße unter der Telefonnummer 01-31310-58252 zu melden.