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Auto-Krise: Hunderte Jobs in NÖ weg

© ZKW
Die niederösterreichische Autozulieferer-Branche steckt in einer tiefen Krise. Namhafte Unternehmen reagieren auf den globalen Wettbewerbsdruck mit drastischem Stellenabbau und Werksschließungen.
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So meldete die Pollmann-Gruppe kürzlich ein Sanierungsverfahren an, wovon 461 Beschäftigte betroffen sind. Der Lichtsysteme-Hersteller ZKW baut bis Ende 2027 rund 600 Stellen ab und das Nemak-Werk in Herzogenburg mit 330 Mitarbeitern wird gänzlich geschlossen.

Dass dies keine Einzelfälle sind, bestätigt Christian Pesau von der NÖ Industriellenvereinigung: "Die Automobilindustrie ist massiv im Umbruch." Das EU-Verbrenner-Aus zwinge zu Investitionen in die Elektromobilität, doch Pesau betont: "Diese Transformation wird vom Kunden noch nicht ganz angenommen." Zudem seien heimische Zulieferer noch stark von der Verbrennertechnologie und dem schwächelnden deutschen Markt abhängig, der unter massiven Absatzproblemen in China leidet.

Wird nicht besser werden

Zusätzlich erschweren internationale Zölle, der wachsende Wettbewerbsdruck aus China sowie die im weltweiten Vergleich sehr hohen Personal-, Energie- und Lohnnebenkosten in Österreich die Situation. Pesau rechnet künftig mit weiteren Arbeitsplatzverlusten in der Branche und resümiert: "Es bleiben herausfordernde Zeiten. Die Zulieferer müssen sich möglichst gut an die aktuellen Gegebenheiten am Markt anpassen, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen."