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Crash bei SPÖ-Sitzung: "Dann zündet Babler die SPÖ an"

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SPÖ fürchtete sich vor Babler-Anhängern. Donnerstag ist Vorstand.
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Wien. Am Donnerstag soll in einem SPÖ-Parteivorstand beschlossen werden, was die neun Länderchefs, SPÖ-Frauenvorsitzende Eva Maria Holzleitner und ÖGB-Boss Wolfgang Katzian mit Babler am Sonntag vereinbart hatten.

Babler bleibt vorerst Vizekanzler, Minister UND Parteichef – er hatte immerhin am Sonntag gedroht, bis 2029 bleiben zu wollen und er SPÖ echte Probleme zu bereiten – erhält aber ein Aufpasser-Duo. Holzleitner – die sich lange dagegen gewehrt hatte – und SPÖ-Klubchef Philipp Kucher werden geschäftsführende Obleute und müssen den außerordentlichen Parteitag vorbereiten, bei dem – so der Wille der Roten – Finanzminister Markus Marterbauer zum Parteichef gewählt werden solle. Bereits davor – "Anfang 2027" solle er auch das Vizekanzleramt von Babler übernehmen, so "weit es seine Gesundheit erlaube", betonte Babler immer wieder.

Babler bei der Pressekonferenz am Sonntagabend. Lange Gesichter bei den Landeshauptleuten. © APA/GEORG HOCHMUTH

Rote Sorge, dass die Lösung wackeln könnte

Und genau hier wird es spannend. Immerhin hatte oe24 im Politik-Insider als erstes Medium bereits Anfang September berichtet, dass der an Krebs erkrankte Marterbauer Bablers "Plan B" sei.

Das hatte ursprünglich auch Katzian ersonnen – Marterbauer hat die besten Werte aller SPÖ-Minister und gilt in der Partei als beliebt – um einen neuerlichen offenen Machtkampf zu verhindern. Damals war noch eine Ämtertrennung – Marterbauer Regierung, Babler bliebe Minister und an der Parteispitze – angedacht.

Das "werden wir nicht zulassen, dass Babler bleibt", sagten oe24 am Montag sämtliche rote Spitzen-Funktionäre. "Sollte die Gesundheit von Markus (Marterbauer) es nicht zulassen, würde halt Kucher – oder ein anderer Kandidat – den Parteivorsitz übernehmen", glauben Rote.

Ende März 2027 – vielleicht erst Anfang April – soll der Parteitag jedenfalls stattfinden – begleitet von jeder Menge Unbekannten und der Angst vieler Roter, dass "Babler uns wirklich das Haus anzündet", wie er am Sonntag quasi mehr oder minder seinen Landeschefs und Co angedeutet hatte.

Aber vielleicht reicht das Ministeramt, das er behalten soll, als Beruhigung.