F1-Qualifying

Baku-Knall: Russell auf Pole, Antonelli crasht

© APA/AFP/POOL/IGOR IVANKO
Bitterer Qualifying-Patzer des WM-Leaders: Kimi Antonelli schlägt in die Mauer ein. Teamkollege und erster WM-Verfolger George Russell schnappt sich die Pole.
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Ausgerechnet auf dem Weg Richtung WM-Titel leistet sich Kimi Antonelli einen folgenschweren Patzer. Der Mercedes-Star krachte im Qualifying von Baku bereits in Q1 in die Mauer und muss beim Grand Prix am Samstag (13 Uhr, live ServusTV und Sky, im Sport24-Liveticker) eine Aufholjagd starten. Teamkollege George Russell nutzte die Chance und raste in 1:42,526 Minuten auf die Pole Position.

Antonelli schlägt in die Mauer

"Verdammt, ich habe die Wand berührt", funkte Antonelli nach seinem folgenschweren Fehler. Das linke Vorderrad und die Aufhängung seines Mercedes wurden beschädigt. Das Team wies den 20-Jährigen schließlich an, den Wagen abzustellen.

Besonders bitter: Antonellis zuvor gefahrene Zeit reichte als 15. gerade noch für den Sprung in Q2. Mercedes konnte den Schaden allerdings nicht rechtzeitig reparieren. Damit war das Qualifying des WM-Leaders vorzeitig beendet.

Schon im ersten Training hatte Antonelli einen Schreckmoment erlebt, als Hydraulikprobleme seinen Mercedes stoppten. Nach zwei Siegen in Serie in Monza und Madrid folgte in Baku nun der nächste Rückschlag.

Russell nutzt die große Chance

Ausgerechnet Antonellis erster WM-Verfolger schlug zu. Russell dominierte das Qualifying, setzte bereits in Q1 und Q2 die Bestzeit und ließ auch im entscheidenden Abschnitt nichts anbrennen. Im letzten Versuch legte der Brite noch einmal nach und brannte eine 1:42,526 Minuten in den Asphalt.

Dahinter landete Lando Norris auf Rang fünf vor Lewis Hamilton und Pierre Gasly. Eine herbe Enttäuschung erlebte Max Verstappen: Nach seinen starken Trainings und der Bestzeit in der Generalprobe kam der Red-Bull-Star nicht über Startplatz acht hinaus. Carlos Sainz und Franco Colapinto komplettierten die Top Ten.

Für den WM-Kampf bekommt die Ausgangslage zusätzliche Brisanz. Antonelli führt mit 292 Punkten und 81 Zählern Vorsprung auf Russell. Der Italiener hat acht Saisonsiege auf dem Konto, doch in Baku besitzt sein Teamkollege nun die große Chance, Boden gutzumachen.

Baku verspricht nächsten Formel-1-Krimi

Der sechs Kilometer lange Stadtkurs verzeiht kaum Fehler. 20 Kurven, der nur 7,6 Meter breite Altstadtabschnitt und die lange Vollgaspassage entlang des Kaspischen Meeres machen Baku zu einer der ungewöhnlichsten Strecken im Kalender.

Antonelli wollte nach Monza und Madrid eigentlich das Sieg-Triple perfekt machen. Stattdessen wartet am Samstag eine Aufholjagd, während Russell von der Pole die Gelegenheit bekommt, den bislang komfortablen WM-Vorsprung seines Teamkollegen erstmals seit Wochen wieder deutlich unter Druck zu setzen.