Maskottchen "Buck"

Bank sorgt mit Zensur von Schaf-Memes für Shitstorm

© Instagram/ kiwibanknz
Nach Versuchen, gegen online verbreitete "unanständige" Memes mit ihrem Schaf-Maskottchen vorzugehen, sieht sich eine Bank in Neuseeland Zensur-Vorwürfen ausgesetzt.
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Die Kiwibank hatte ihr neues Maskottchen "Buck" im Sommer als neuen Werbe-Sympathieträger eingeführt. Das niedliche Schaf mit maigrüner Wolle wurde allerdings rasch zum Ziel unerwünschter Aufmerksamkeit im Internet. Zotige Anspielungen auf "Bucks" attraktives Äußeres machten die Runde.

Die Bank ging gegen die Online-Posts vor und ließ das Bild des Schafs daraus entfernen. Der Schuss ging nach hinten los: Internetnutzer reagierten mit Dutzenden weiteren "Buck"-Beiträgen und -Bildern und verbreiteten die Schaf-Memes damit immer weiter. "Wie wäre es, wenn wir alle sagen würden, dass das Kiwibank-Schaf sexy ist", schlug ein Nutzer vor. "Sie können uns nicht alle einfangen."

Kiwibank-Sprecher Ben Mabon verteidigte das Vorgehen der Bank. Diese könne nicht zulassen, dass "sexuell freizügige und schädliche Inhalte mit 'Bucks' Bild verbreitet werden", sagte Mabon der Nachrichtenagentur AFP.

Mehr Schafe als Menschen im Land

Die Bürgerrechtsorganisation Free Speech Union erklärte dagegen, das Urheberrecht schütze ein Markenzeichen nicht davor, "ausgelacht zu werden - nicht einmal von Leuten, die es etwas zu sehr lieben". Unter Verweis auf den Markenschutz "Äußerungen zu entfernen, die einem Unternehmen missfallen", sei Zensur - "selbst wenn es dabei um ein Schaf geht".

Zu den immer wieder genannten Eigenschaften Neuseelands gehört, dass es dort mehr Schafe als Menschen gibt. Aktuellen Daten zufolge kamen in dem Land im vergangenen Jahr statistisch 4,5 Schafe auf jeden Einwohner.