Machtkampf

Bayern-Beben! Hoeneß enthüllt Riesen-Zoff wegen Max Eberl

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Uli Hoeneß hat am Rande einer Vereinsveranstaltung offenbart, dass seine öffentlichen Äußerungen zur Zukunft von Max Eberl für erhebliche vereinsinterne Spannungen gesorgt haben. Der Ehrenpräsident des FC Bayern München sprach dabei über pikante Details der Entscheidungsprozesse und lobte zugleich die jüngste Arbeit des Sportvorstands.
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Am Rande des Jubiläums-Events "80 Jahre FC Bayern Basketball – never done" nahm Uli Hoeneß kein Blatt vor den Mund. Ende Juli hatte der Ehrenpräsident mit einer Aussage aufhorchen lassen, wonach die Wahrscheinlichkeit einer Vertragsverlängerung von Sportvorstand Max Eberl bei glatten 100 Prozent liege. Wie Hoeneß nun unumwunden einräumte, stieß dieser Alleingang in den Führungsgremien des deutschen Rekordmeisters keineswegs nur auf Gegenliebe: "Mit meinem Interview am Tegernsee, mit meinen 100 Prozent, habe ich genug Ärger gehabt – intern."

Der Hintergrund der vereinsinternen Verärgerung lag im formalen Ablauf begründet. Das zuständige Gremium stimmte nämlich erst am 25. August offiziell darüber ab, ob die Zusammenarbeit mit der sportlichen Führung fortgesetzt werden soll. Hoeneß hatte das Resultat dieser Abstimmung faktisch vorweggenommen. Auf die Frage, ob er die Gremienentscheidung eigenmächtig ausgeplaudert habe, wich der Weltmeister von 1974 zwar aus, verteidigte seine Wortwahl jedoch mit deutlichen Worten: "Wenn ich an dem Tag 80 Prozent gesagt hätte, dann hätte es noch mehr Ärger gegeben. Deswegen war das eine Antwort zwischen Pest und Cholera."

Vom Pokalfinale zur Kehrtwende: Eberls Weg in der Gunst des Patrons

Bemerkenswert ist der rasante Stimmungsumschwung bei Hoeneß innerhalb weniger Wochen. Ausgerechnet am Tag des DFB-Pokalfinales hatte er die Verlängerungschancen noch deutlich zurückhaltender beziffert und ein Verhältnis von lediglich "60 zu 40" genannt. Der Zeitpunkt dieser Wortmeldung sorgte damals für spürbare Irritationen bei den Beteiligten. Eberl selbst reagierte seinerzeit spürbar distanziert auf den öffentlichen Druck: "Das Fell ist dick geworden, aber an einem Finaltag fand ich es jetzt nicht den richtigen Zeitpunkt. Ob man Prozente in der Öffentlichkeit sagen muss, das weiß ich nicht."

Dass die Skepsis schließlich in vollste Zustimmung umschlug und sowohl Max Eberl als auch Sportdirektor Christoph Freund vor einigen Wochen neue Arbeitspapiere unterzeichneten, begründete Hoeneß mit einer klaren Verhaltensänderung:

  • Bessere Kommunikation: Max Eberl habe sich im vergangenen halben Jahr innerhalb des Vereins deutlich mehr geöffnet und den Austausch intensiviert.
  • Transparenz gegenüber den Bossen: Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge und Präsident Herbert Hainer wurden lückenlos und detailliert über alle Vorgänge informiert.
  • Ende des Eigenbrötler-Daseins: Hoeneß stellte klar: "Er hatte davor so ein bisschen ein Eigenbrötler-Dasein geführt und das hat uns nicht gefallen. Das hat er aber grundlegend geändert."

Meisterstück am Transfermarkt: Budget um 20 Millionen unterschritten

Neben der verbesserten internen Kommunikation überzeugte Eberl die mächtigen Bayern-Granden vor allem mit seinem Agieren auf dem Transfermarkt. Hoeneß hob hervor, dass die sportliche Leitung strategische Vorgaben exzellent in die Tat umgesetzt habe:

  • Frühzeitige Weichenstellung: Der Vorschlag, Transfers möglichst frühzeitig vor der Weltmeisterschaft abzuwickeln, um späteren Preissteigerungen zu entgehen, wurde zu 100 Prozent befolgt.
  • Geplantes Investitionsvolumen: Die Vereinsführung hatte für Verstärkungen ein Ausgabenbudget von rund 50 Millionen Euro genehmigt.
  • Hohe Transfereinnahmen: Durch gezielte Spielerverkäufe flossen fast 70 Millionen Euro in die Kassen des Rekordmeisters.
  • Niedrigere Nettoausgaben: Die tatsächlichen Nettoinvestitionen reduzierten sich dadurch auf lediglich rund 30 Millionen Euro.

Hoeneß zog daher ein uneingeschränkt positives Resümee über die Arbeit von Eberl: "Also da ist gute Arbeit geleistet worden."

Sportliche Führung für die Zukunft aufgestellt

Mit den vollzogenen Unterschriften von Max Eberl und Christoph Freund herrscht an der Säbener Straße vorerst Klarheit über die sportliche Ausrichtung. Hoeneß hat mit seinen jüngsten Schilderungen jedoch einmal mehr unterstrichen, wie wachsam die Ehrenpräsidenten und Aufsichtsräte das Tagesgeschäft weiterhin begleiten und wie sensibel das vereinsinterne Machtgefüge austariert bleibt.