Krise vor dem Tor

Bayern-Star Luis Díaz lässt Teamkollegen verzweifeln

Ein frustrierter Bayern-Spieler steht neben einem Torwart im lila Trikot während eines Fußballspiels.
© DeFodi Images via Getty Images
Derzeit sorgt Luis Diaz mit seiner katastrophalen Chancenverwertung für viel Aufregung beim FC Bayern München. Gegen den SV Elversberg vergab der Kolumbianer erneut eine riesige Chance, die auch seine Teamkollegen frustrierte.
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Die Chancenverwertung von Luis Diaz ist zum Saisonstart katastrophal. Bisher konnte der Kolumbianer nur ein Tor erzielen. Schon gegen Schalke und Bodö/Glimt frustrierte der Flügelstürmer die Bayern-Fans. Nach dem Spiel gegen Elversberg sind nun auch seine Teamkollegen verzweifelt.

Diaz wurde beim Auswärtsspiel im Saarland in der 65. Minute eingewechselt. Für Aufregung sorgte der Kolumbianer zwei Minuten später. Da wurde er von Michael Olise perfekt in Szene gesetzt und tauchte vor dem Elversberg-Torhüter Nicolas Kristof auf.

Teamkollegen frustriert

Der 29-Jährige entschied sich weder für den direkten Abschluss noch den Pass für den freistehenden Harry Kane, sondern verzögerte. Danach probierte der Bayern-Star, den gegnerischen Keeper mit der Hacke zu überwinden. Kristof blieb gelassen und parierte den Versuch.

Seine Teamkollegen ließen ihren Frust über die vergebene Chance freien Lauf. Kane hat auf den Querpass gewartet. Als Diaz den Hackentrick versuchte, schrie der Stürmer lautstark auf und zeigte ihm, dass er völlig frei war. Noch frustrierter war Rechtsverteidiger Josip Stanisic. Der Kroate war so sicher, dass Diaz ein Tor macht und setzte schon zum Jubel an. Nach der vergebenen Chance fluchte er und blickte enttäuscht in Richtung der Bank.

"Das passt ins Bild"

Mit dieser Aktion sorgte Diaz auch bei DAZN für ein klares Urteil. Der Kommentator Max Siebald meinte: "Das passt ins Bild. Er lässt zu viel liegen. Das ist schon sehr Laissez-faire. Wenn es klappt, haben wir das nächste Traumtor. Wenn nicht, sieht es dumm aus." Der Experte Michael Ballack war einer ähnlichen Meinung: "Zu verspielt. Egal wie, du musst den Ball reinmachen. Wenn es gelingt, ist es traumhaft. Wenn nicht, ist es leichtfertig vergeben."

Bayern-Sportvorstand Max Eberl verteidigte nach dem Spiel in Elversberg Diaz. Er erklärte: "Was soll ich als Abwehrspieler, der nie ein Tor geschossen hat, Lucho Diaz sagen, wie er besser ein Tor schießen soll? Lucho hat momentan nicht das Momentum. Er überlegt wahrscheinlich auch: Nehme ich ihn jetzt direkt oder nehme ich ihn noch einmal an? Dann ist der Ball schon da. Aber wie gesagt: Wir haben heute einige Chancen verpasst. Irgendwann wird auch sein Knoten wieder platzen."

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