DFB-Wirbel

Geheim-Deal enthüllt? Red Bull bestätigt Kooperation mit Jürgen Klopp

Ein lächelnder Mann im Stadion mit jubelnden Fans im Hintergrund bei einem Fußballspiel.
© EPA
Trotz seiner neuen Aufgabe als deutscher Bundestrainer arbeitet Jürgen Klopp weiterhin mit dem österreichischen Red-Bull-Konzern zusammen. Der Getränkeriese bestätigte eine Kooperation im Rahmen eines viel beachteten Fotoshootings.
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Jürgen Klopp steht kurz vor seinem mit Spannung erwarteten Debüt auf der Trainerbank der deutschen Nationalmannschaft, doch abseits des grünen Rasens sorgt der Kult-Coach bereits für heftigen Gesprächsstoff. In der neuesten Ausgabe des renommierten Magazins "Sports Illustrated" präsentiert sich der künftige Bundestrainer in einem auffälligen Look: Er trägt Kleidung von AlphaTauri, der im Jahr 2016 gegründeten Premium-Modemarke des österreichischen Red-Bull-Konzerns. Da Klopp erst vor Kurzem seinen Posten als "Head of Global Soccer" bei Red Bull aufgab, um den DFB-Posten zu übernehmen, ließen die Spekulationen um einen geheimen Werbe-Deal nicht lange auf sich warten.

Gegenüber dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (RND) brachte Red Bull nun Licht ins Dunkel und bestätigte die anhaltende Zusammenarbeit mit dem Star-Trainer in diesem spezifischen Kontext. Sofort stellte sich im Fußball-Deutschland die Frage, ob Klopp hier in einen handfesten Sponsoren-Konflikt mit den offiziellen Partnern des Verbandes geraten ist.

DFB und Mode-Sponsor geben offiziell Entwarnung

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) reagierte prompt auf die aufkommenden Diskussionen und bemühte sich um Schadensbegrenzung. Auf Nachfrage erklärte der Verband, dass das besagte Interview bereits im Frühsommer geführt worden sei – zu einem Zeitpunkt, als Klopp noch nicht offiziell als neuer Bundestrainer im Amt war. Die Veröffentlichung im Heft sei nachträglich engmaschig mit dem Verband abgestimmt worden. Zudem betonte der DFB ganz pragmatisch, dass der Nationaltrainer als Privatperson grundsätzlich völlig frei in der Wahl seiner Kleidung sei.

Auch vonseiten des offiziellen DFB-Fashion-Partners Marc O’Polo, der das Nationalteam noch bis Ende 2026 als Bekleidungssponsor ausrüstet, gibt es keinerlei Einwände gegen Klopps privaten Modegeschmack:

  • Das bayerische Modeunternehmen betonte in einem offiziellen Statement, dass die Partnerschaft mit dem DFB den Bundestrainer nicht explizit mit einschließe.
  • Aus vertraglicher Sicht liegt somit keinerlei Konflikt oder Verletzung der Sponsorenrichtlinien vor.
  • Klopp darf also weiterhin als Werbefigur für den österreichischen Brauseriesen auftreten.

Keine Ablöse: Millionen-Spende statt Werbebotschafter

Die Vorgeschichte dieses Sponsoren-Wirbels ist besonders brisant. Da Klopp vor seinem Wechsel zum DFB als globaler Fußballchef bei Red Bull unter Vertrag stand, mussten die beiden Parteien eine einvernehmliche Lösung zur vorzeitigen Auflösung des Arbeitspapiers finden. In den zähen Verhandlungen stand lange Zeit ein kurioses Modell im Raum: Klopp hätte weiterhin als offizieller Markenbotschafter für Red Bull tätig sein können, während der Konzern im Gegenzug auf eine Millionen-Ablöse für den Star-Coach verzichtet hätte.

Zu diesem Modell kam es letztlich jedoch nicht. Stattdessen einigten sich der DFB und Red Bull auf eine weitaus gemeinnützigere Lösung zur Vertragsauflösung:

  • Der DFB entrichtet keine direkte Ablösesumme an den Red-Bull-Konzern.
  • Stattdessen spendet der deutsche Verband eine Summe von exakt einer Million Euro an die gemeinnützige Wings for Life-Stiftung.
  • Diese von Red Bull unterstützte Stiftung fördert weltweit die wichtige Forschung zur Heilung von Querschnittslähmungen.

Seinen ersten sportlichen Auftritt als neuer Bundestrainer hat Jürgen Klopp bereits am 24. September vor der Brust. Dann startet das DFB-Team in der Nations League mit dem Kracher gegen die Niederlande. Die weiteren Gegner in der Gruppenphase heißen Serbien und Griechenland – spätestens dann müssen die modischen Nebengeräusche den sportlichen Leistungen weichen.

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