50 Mitarbeiter betroffen

Bekannte Baufirma schlittert in Millionenpleite

© Getty Images
Die Baufirma Lachinger GmbH aus Oberhofen am Irrsee (Bezirk Vöcklabruck) ist insolvent.
Zur Vollversion des Artikels

Über das Vermögen des Unternehmens wurde am Dienstag am Landesgericht Wels ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet. Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf rund 3,8 Millionen Euro. Für 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist die Zukunft damit vorerst ungewiss.

Umsatzeinbruch

Das Unternehmen ist in mehreren Bereichen des Baugewerbes tätig. Zum Angebot zählen unter anderem Verputzarbeiten, Estrichverlegung sowie Beton- und Asphaltierungsarbeiten. Eine besondere Spezialisierung hat die Firma auf Fenster. Den Schritt in die Insolvenz begründet Lachinger vor allem mit massiven Umsatzeinbrüchen im privaten Hausbau. Viele Bauvorhaben blieben offenbar aus, wodurch wichtige Aufträge und Einnahmen wegfielen.

Zusätzlich verschärften das veränderte Zinsumfeld und die anhaltende Teuerung die wirtschaftliche Lage. Vor allem höhere Material- und Betriebskosten belasteten den Betrieb zunehmend.

Nun soll ein Sanierungsverfahren die Möglichkeit zur wirtschaftlichen Neuaufstellung bieten. Geplant sind Umstrukturierungen und Anpassungen der laufenden Kosten. Der Sanierungsplan sieht für die Gläubiger eine Mindestquote von 20 Prozent vor, die innerhalb von zwei Jahren nach Annahme des Plans bezahlt werden soll. Forderungen können noch bis zum 14. Jänner 2027 angemeldet werden. Ob und unter welchen Bedingungen der Betrieb weitergeführt werden kann, ist derzeit offen.