Serbien-Wahl

Belgrader muss in Bosnien wählen

© APA/AFP/SASA DJORDJEVIC
Lange Warteschlangen, Karteileichen und Öffnungszeiten zur Geisterstunde: Vieles an der serbischen Parlamentswahl am Sonntag scheint eigenartig.
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Manche Wähler müssen auch aufpassen, dass ihnen nicht das Wahllokal davonfliegt. Passiert ist dies etwa dem Belgrader Miloš Petrović, der unversehens zum Auslandswähler wurde. Er sollte seine Stimme in der bosnischen Stadt Banja Luka abgeben und tat dies dann auch tatsächlich, wie die Wochenzeitung "Vreme" am Sonntag berichtete.

Dem Bewohner von Novi Beograd war dasselbe schon bei der Parlamentswahl vor drei Jahren passiert, weswegen er diesmal bewusst die elektronische Wählerevidenz abfragte. Auch diesmal sei sein Wahllokal wenige Tage vor dem Urnengang "plötzlich" auf Banja Luka geändert worden.

Laut der Wochenzeitung beeinspruchte Petrović dies zwar beim Verwaltungsministerium, ging dann aber trotzdem auf Nummer sicher. Gemeinsam mit anderen Wählerinnen und Wählern, die dasselbe Problem hatten, fuhr er am Sonntag zur Stimmabgabe in die bosnisch-serbische Regionalhauptstadt. Positiver Nebeneffekt des Ausflugs: Warteschlangen gab es in Banja Luka keine.