Betrieb eingestellt
Beliebte Après-Ski-Bar schlittert in Millionen-Pleite
Eine bekannte Après-Ski-Bar im Tiroler Wintersportmekka Sölden gerät ausgerechnet jetzt im Hochsommer in die Schlagzeilen – und die Nachrichten sind leider nicht positiv. Der Inhaber bzw. die Betreiberfirma musste Insolvenz anmelden, ein Verfahren wurde bei Gericht eröffnet. "Betrieb dauerhaft geschlossen" – das steht auf der Webseite des Clubs bzw. der Après-Ski-Bar "Katapult" in Sölden. Wie die Gläubigerschutzverbände Kreditschutzverband von 1870 (KSV) und Alpenländischer Kreditorenverband (AKV) am Montag mitteilten, wurde über die Betreiberfirma auf Eigenantrag ein Insolvenzverfahren am Innsbrucker Landesgericht eröffnet.
Ursachen seit der Pandemie
Das Unternehmen wurde 2016 gegründet. "Zunächst seien gute Umsätze erzielt worden, mit der Corona-Pandemie änderte sich das Nachtgeschäft aber nachhaltig. Auch nach Auslaufen der einschränkenden Maßnahmen sei es bei stark geändertem Gästeverhalten geblieben. Die Gästefrequenz sei ebenso zurückgegangen wie die Konsumationen", gab der AKV Auskunft zu den Insolvenzursachen.
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Keine Fortführung des Betriebs
Der schuldnerische Betrieb sei ein reiner Saisonbetrieb und seit Ende April geschlossen. Eine Fortführung dieses Lokals sei nicht vorgesehen. "Es behängt ein Räumungsverfahren des Vermieters", so der AKV weiter. Alle Mitarbeiter wurden mit Saisonende abgemeldet, sodass aktuell keine Dienstnehmer mehr von der Insolvenz betroffen seien.
Millionenverschuldung und weitere Anträge
Wie der Kreditschutzverband von 1870 berichtete, seien von dieser Insolvenz laut Eröffnungsantrag rund 65 Gläubiger betroffen. "Die Höhe der aushaftenden Verbindlichkeiten beläuft sich laut Eigenangabe des Schuldners auf über 1,6 Millionen Euro." Der Betreiber sei laut KSV zudem Gesellschafter und Geschäftsführer der Cosmo Entertainment GmbH, die ein Restaurant in Sölden führt. "Diese Gesellschaft hat ebenfalls bereits einen Insolvenzeröffnungsantrag gestellt."