Doppelte Fahrerflucht
Betrunkener Afghane crasht mit Jeep in Bus
Wien. Ein 30-Jähriger soll Montagnachmittag im 2. Bezirk nacheinander zwei Verkehrsunfälle verursacht und beging in beiden Fällen mit knapp zwei Promille im Blut Fahrerflucht.
Zunächst brachte der Afghane, der mit seinem schwarzen Jeep Compass mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen sein dürfte, beim Überholen einen E-Scooter-Lenker in der Stephanie-Endres-Straße zu Sturz. Er fuhr ohne anzuhalten und den am Asphalt liegenden Verletzten zu helfen, einfach weiter, berichtete Polizeisprecherin Anna Gutt.
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Am Marathonweg fuhr er dann entgegen der Einbahn auf eine baulich getrennte Fahrbahn für Omnibusse und kollidierte frontal mit einem Bus der Linie 77A. Danach blieb sein Jeep stark beschädigt und fahruntüchtig auf der Fahrbahn zurück, während der - mittlerweile verletzte - Lenker und drei weitere Fahrzeuginsassen davonrannten. Er kam aber nicht weit: "Aufmerksame Passanten hielten den Mann bis zum Eintreffen der alarmierten Polizeikräfte an", schilderte die Sprecherin.
Weil er die Einsatzkräfte beschimpfte und bespuckte und einem Beamten der Bereitschaftseinheit ins Gesicht geschlagen habe, wurde der 30-Jährige schließlich vorläufig festgenommen. Er wurde wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung, der Gefährdung der körperlichen Sicherheit im Straßenverkehr, der unterlassenen Hilfeleistung, des versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt, der schweren Körperverletzung sowie wegen Verletzung des öffentlichen Anstands, Erregung ungebührlichen Lärms und nach verkehrsrechtlichen Bestimmungen angezeigt.
Außerdem musste er sich einem Alkoholtest unterziehen, der mehr als 1,8 Promille ergab. Den Führerschein ist der Mann (der schon wegen anderer Delikte amtsbekannt ist) vorläufig los.
Sowohl der 18-jährige E-Scooter-Fahrer als auch der 31-jährige Buslenker wurden leicht verletzt, sie wurden von einem Rettungsdienst notfallmedizinisch versorgt.