Hammer-Entscheidung

Biathlon-Streit eskaliert: Star kehrt ÖSV den Rücken

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Biathlon-Ass Anna Gandler sorgt im heimischen Team für mächtig Wirbel. Die Österreicherin verlässt das ÖSV-Lager und bereitet sich abseits der Mannschaft in Frankreich auf die neue Saison vor.
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Das heimische Biathlon-Team kommt einfach nicht zur Ruhe. Eigentlich sollten die großen Umstrukturierungen unter der Feder von Wolfgang Pichler endlich für Stabilität sorgen, doch der Plan geht vorerst nicht auf. Wie die Österreicherin Anna Gandler diesertags gegenüber dem "Nordic Magazine" verraten hat, kehrt sie der gemeinsamen Vorbereitung im ÖSV-Team den Rücken. Die rot-weiß-rote Top-Athletin zieht es stattdessen nach Frankreich, um sich dort individuell auf die kommenden sportlichen Herausforderungen der neuen Saison einzustellen.

Keine Freude mit ÖSV-Umbruch

Der radikale Schritt von Gandler hat gleich mehrere handfeste Gründe. Zum einen ist die Sportlerin mit dem französischen Weltcup-Athleten Emilien Claude liiert und schmiedet bereits konkrete Pläne für die gemeinsame Zukunft im Ausland. "Wir wollen zusammenleben", verdeutlicht Gandler ihre privaten Absichten. Zum anderen sorgt aber auch die aktuelle Situation im heimischen Verband für Unmut. Die gravierenden Veränderungen im rot-weiß-roten Lager schmecken ihr gar nicht. Gandler kritisiert die neuen Strukturen offen: "mit neuen Trainern und Betreuern, und das gefällt mir nicht besonders", so die Biathletin.

Trainer-Rücktritt sorgt für Wirbel

Im Zuge der großen Umstrukturierungen und der Ernennung von Wolfgang Pichler, der fortan für die gesamte Trainingssteuerung der Mannschaft zuständig ist und massiven Einfluss auf die Postenbesetzung hat, gab es bereits heftige personelle Rochaden. Der bisherige Cheftrainer der Frauen, Reinhard Gösweiner, trat von seinem Amt zurück. Er wurde durch seinen Vorgänger Markus Fischer ersetzt. Gandler hatte den Plan, in Frankreich zu trainieren, allerdings schon länger im Kopf. Der ÖSV hat für diesen Sonderweg grünes Licht gegeben. "Man wird mich gleich wie alle anderen Athletinnen behandeln", stellt Gandler klar. Damit wandelt sie auf den Spuren von Lisa Hauser, die vor ihrem Rücktritt ebenfalls in der Schweiz trainierte.