Pflegetipps

Bier, Schweiß, Fett? So reinigen Sie Dirndl & Lederhose nach der Wiesn

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Das Oktoberfest hat seine Spuren hinterlassen? Keine Panik. Ob Senffleck auf der Schürze oder Biergeruch in der Lederhose: Mit den richtigen Tipps und Tricks lässt sich die Tracht schnell und unkompliziert wieder auffrischen.
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Nach einer langen Nacht auf dem Oktoberfest sehen Dirndl und Lederhose oft ganz schön mitgenommen aus. Ein verschüttetes Bier hier, ein Fettfleck da, schon braucht die Tracht eine gründliche Reinigung. Wir verraten Ihnen, wie Sie Ihre Lieblingsstücke richtig waschen, damit sie nicht nur in der Wiesn-Zeit, sondern auch danach noch glänzen.

Dirndl richtig waschen

Dirndl © Getty Images

Ihr Dirndl besteht aus edlen Stoffen, aufwendigen Verzierungen und einer perfekten Passform, damit das auch so bleibt, ist Fingerspitzengefühl gefragt. Der erste Blick sollte immer auf das Pflegeetikett im Inneren des Kleides gehen. Die gute Nachricht: Die meisten Dirndl aus 100 % Baumwolle können Sie ganz bequem zu Hause in der Waschmaschine waschen. Bei Seide, aufwendigen Pailletten oder echten Vintage-Schätzen sollten Sie lieber in eine professionelle Textilreinigung investieren.

In der Waschmaschine

Werfen Sie das Dirndl niemals im Komplettpaket in die Trommel. Bluse, Schürze und das Dirndlkleid selbst müssen voneinander getrennt werden. Oft bestehen sie aus unterschiedlichen Materialien und Farben, Sie wollen schließlich nicht, dass die rote Schürze die weiße Spitzenbluse rosa färbt. Entfernen Sie vor dem Waschen alles, was abnehmbar ist: Schnürungen, Miederketten und Anstecknadeln. Um die filigranen Miederhaken zu schonen, packen Sie das Dirndl am besten auf links gedreht in ein großes Wäschenetz (oder einen sauberen Kissenbezug).

Wählen Sie den Schon- oder Feinwaschgang bei maximal 30 Grad und nutzen Sie ein sanftes Feinwaschmittel. Achtung: Der Trockner ist der Endgegner für jedes Dirndl. Hängen Sie das Kleid und die Bluse nach der Wäsche auf einen Kleiderbügel, so ziehen sie sich fast von alleine in Form und Sie sparen sich stundenlanges Bügeln.

Lederhose richtig reinigen

Lederhose © Getty Images/iStockphoto

Die Waschmaschine ist für Lederhosen tabu. Eine Lederhose lebt von ihrer charakteristischen Patina (dem sogenannten „Speck“). Wäscht man sie in der Maschine, wird das Leder hart und die Hose ist im schlimmsten Fall ruiniert. So bekommen Sie die Lederhose trotzdem wieder frisch:

Lüften und Frost

Riecht die Hose nach Festzelt, Zigaretten und kaltem Braten? Hängen Sie die Lederhose einfach für ein bis zwei Nächte an einen überdachten, regengeschützten Ort auf dem Balkon. Der Geheimtipp gegen hartnäckige Bakterien und Gerüche: Packen Sie die Lederhose gut verschlossen in eine Plastiktüte und legen Sie sie über Nacht in die Tiefkühltruhe. Die Minusgrade töten geruchsbildende Bakterien zuverlässig ab.

Erste Hilfe bei Flecken

Senf oder Bratfett auf dem Oberschenkel? Greifen Sie nicht zu aggressiven Reinigern. Trockener Schmutz lässt sich oft wunderbar mit einer speziellen Lederbürste oder einem Lederradiergummi sanft ausbürsten. Bei feuchten Flecken lösen Sie etwas Schmierseife in kaltem Wasser auf. Tupfen Sie den Fleck mit einem Schwamm nur vorsichtig ab. Ganz wichtig: Niemals wild rubbeln, sonst rauen Sie das Leder auf oder reiben den Fleck tief in die Poren.

Nach einer feuchten Fleckenbehandlung muss die Hose liegend auf einem Handtuch trocknen (immer mal wieder wenden). Legen Sie sie niemals auf die heiße Heizung oder in die pralle Sonne, da das Leder sonst steif wird. Bei Bedarf können Sie das Leder nach dem Trocknen mit ein wenig Lederpflegeöl wieder schön geschmeidig machen.