Adria-Strafen
Bikini-Verbot: Urlaubsort verhängt erste Bußgelder
Wer im Badeanzug, Bikini oder mit nacktem Oberkörper durch die Straßen des Camping-Hotspots spaziert, verstößt gegen die Kleiderordnung. Laut Nachrichtenagentur "Ansa" hat die Polizei bereits rund zehn Strafzettel in Höhe von jeweils 50 Euro an Fußgänger, Rad- und Rollerfahrer ausgestellt. Die strengen Kontrollen sollen den ganzen Sommer über andauern. Generell sieht die Verordnung Strafen zwischen 25 und 500 Euro vor, wobei die Beamten primär den Dialog suchen.
Auch interessant
"Die Straßen sind kein Strand"
Bürgermeisterin Roberta Nesto hatte das Durchgreifen vorab via Social Media angekündigt. Dem Portal "Il Gazzettino" erklärte sie, es gehe nicht um die Einschränkung von Freiheiten, sondern um Respekt. Das ganze Jahr über würden in dem Ort Bürger leben, arbeiten sowie Familien und Unternehmen ihren Alltag verbringen.
Keine Ausnahmen für Ausländer
Um vorzuwarnen, wurden Hinweisschilder montiert und die lokalen Gewerbetreibenden informiert. Dass ausländische Touristen solche Strafen ohnehin nicht bezahlen würden, wies Nesto entschieden zurück: Die Zahlen bewiesen das Gegenteil, die Regeln gälten für alle.
Cavallino-Treporti ist mit dieser harten Linie kein Einzelfall. Auch in Caorle, Eraclea Mare und Venedig sind Badekleidung auf öffentlichen Plätzen streng verboten und Verstöße werden mit saftigen Bußgeldern geahndet.