Nach zwei Inklusionspreisen für Niederösterreich erhält BILLA die Auszeichnung nun auf nationaler Ebene. Bei der Verleihung der Austria’s Leading Companies (ALC) Awards in Wien würdigte die Jury insbesondere, dass Inklusion beim Lebensmittelhändler als fester Bestandteil der Unternehmenskultur verankert ist.
Die ALC Awards werden von "Die Presse", KSV 1870 und PwC vergeben. Der Inklusionspreis entsteht in Zusammenarbeit mit dem Zero Project der Essl Foundation und zeichnet Unternehmen aus, die Menschen mit Behinderungen besondere berufliche Perspektiven bieten.
Mehr als 900 Beschäftigte mit Behinderungen
Im Jahr 2025 beschäftigte BILLA mehr als 900 Menschen mit Behinderungen. Nach Unternehmensangaben erfüllte der Lebensmittelhändler sowohl 2024 als auch 2025 die gesetzliche Beschäftigungsquote von vier Prozent.
"Inklusion ist bei BILLA kein Projekt mit Ablaufdatum, sondern gelebter Alltag in unseren Märkten", sagt BILLA-Vorstand Robert Nagele. Die Auszeichnung sei eine Bestätigung des eingeschlagenen Weges und gebühre den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Vom Praktikum zur festen Anstellung
Gemeinsam mit regionalen Trägern und Partnerorganisationen veranstaltet BILLA Inklusionswochen und -tage. Sie sollen Jugendlichen mit Behinderungen einen unkomplizierten Einstieg in den Lebensmittelhandel ermöglichen. Ziel ist, dass aus Praktika langfristige Dienstverhältnisse entstehen.
Seit 2020 stehen im 23. Wiener Bezirk zudem Schulungsräume zur Verfügung, die gemeinsam mit "Haus Aktiv" gestaltet wurden. Eine funktionsfähige Kassa und befüllte Regale ermöglichen es, Tätigkeiten aus dem Arbeitsalltag in Ruhe zu üben.
Für den Erfahrungsaustausch gibt es die BILLA Regionalcafés: Dort treffen sich Führungskräfte und Partnerorganisationen regelmäßig, um Fragen aus der täglichen Zusammenarbeit zu besprechen.
Ruhiger einkaufen in der "Stillen Stunde"
Auch beim Einkauf setzt BILLA Maßnahmen für mehr Inklusion. Seit 2021 bietet die "Stille Stunde" reizempfindlichen Menschen und Personen im Autismus-Spektrum ein ruhigeres Umfeld.
In den teilnehmenden Märkten werden abseits der Stoßzeiten Radio, Werbespots und Lautsprecherdurchsagen abgeschaltet. Das Licht wird gedimmt, die Kassen werden leiser gestellt und der Backofen im Backshop pausiert. An der Feinkosttheke werden Bestellungen abgelegt, um direkten Kontakt zu reduzieren. Langsameres Scannen und Abrechnen an der Kassa soll mehr Zeit zum Verstauen der Einkäufe geben.
Laut BILLA wird die "Stille Stunde" in mehr als 100 BILLA und BILLA PLUS Märkten angeboten, darunter mindestens ein Standort in jedem österreichischen Bezirk.