Von Jänner bis Ende August 2026 haben BILLA, BILLA PLUS und die selbstständigen Kaufleute österreichweit insgesamt 7.117.145 Kilogramm Lebensmittel an karitative Einrichtungen weitergegeben. Nach Angaben des Unternehmens entspricht das rund 16,9 Millionen Mahlzeiten-Äquivalenten.
Millionen Mahlzeiten vor der Verschwendung bewahrt
Damit setzt der Lebensmittelhändler auf ein breites Maßnahmenpaket gegen Lebensmittelverschwendung. Neben der Weitergabe nicht verkaufter Waren gehören dazu auch vergünstigte Produkte kurz vor dem Verbrauchsdatum, sogenannte Rettersackerl und der Verkauf von Obst und Gemüse mit kleinen Schönheitsfehlern.
Mehr als 1,3 Millionen Kilogramm dieser sogenannten "Wunderlinge" wurden in den ersten acht Monaten des Jahres vermarktet. Zusätzlich gingen 140.161 Gebäck-Rettersackerl sowie 695.458 Obst- und Gemüse-Rettersackerl über die Märkte an Kunden.
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Frischfleisch wird an Hilfsorganisationen gespendet
Ein besonderes Projekt betrifft die Weitergabe von Frischfleisch. Gemeinsam mit Die Tafel Österreich und den zuständigen Lebensmittelbehörden entwickelte BILLA seit April 2025 einen Prozess, der die Spende von Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch unter Einhaltung der Hygiene- und Kühlvorschriften ermöglicht.
Seit September beteiligen sich 30 BILLA- und zehn BILLA-PLUS-Märkte in Wien an der Initiative. In den ersten acht Monaten 2026 wurden dadurch 1.586 Kilogramm Fleisch an karitative Organisationen weitergegeben. Seit Beginn des Pilotprojekts im April 2025 summiert sich die Menge laut BILLA auf 2.595 Kilogramm.
Aus Brot wird Tierfutter
Auch Lebensmittel, die weder verkauft noch gespendet werden können, sollen möglichst weiterverwendet werden. Mehr als zwei Millionen Kilogramm Brot und Backwaren wurden laut Unternehmen gemeinsam mit dem österreichischen Futtermittelhersteller Königshofer zu Tierfutter verarbeitet.
In den Märkten werden zudem übrig gebliebene Zutaten wie Salate, Bananen, Äpfel oder Paprika teilweise zu Smoothies, Salatbowls und anderen Speisen verarbeitet.
PENNY bindet Lehrlinge ein
Auch PENNY setzt auf Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung. Ein Pilotprojekt mit dem Österreichischen Roten Kreuz ermöglicht Lehrlingen ab dem zweiten Lehrjahr im Raum Wien, einen Tag lang bei der Team Österreich Tafel mitzuarbeiten.
Dabei sollen die Jugendlichen unmittelbar erleben, was mit gespendeten Lebensmitteln passiert. Bereits 2025 hatte PENNY nach eigenen Angaben rund 1.165 Tonnen einwandfreie überschüssige Lebensmittel an soziale Einrichtungen weitergegeben.
Nach dem Wiener Pilotprojekt soll das Angebot 2027 auf ganz Österreich ausgeweitet werden.