Es gab 3 Kapitäne

Binden-Wirrwarr beim ÖFB: Das steckt dahinter

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Ein Kapitän, drei Träger, jede Menge Fragezeichen: Beim 3:1-Heimsieg Österreichs gegen Israel machte nicht nur das Spiel selbst Schlagzeilen. Auch die Kapitänsschleife entwickelte plötzlich ein Eigenleben.
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Dabei hatte der Abend eigentlich ganz klar begonnen. Ralf Rangnick hatte Michael Gregoritsch am Tag vor dem Nations-League-Auftakt offiziell zum neuen Kapitän bestimmt. Der Steirer führte die ÖFB-Elf in Linz entsprechend mit der Binde aufs Feld. Doch nach 35 Minuten war seine Premiere als Spielführer bereits beendet. Gregoritsch knickte bei einem Schritt unglücklich um und musste mit Schmerzen am rechten Knöchel ausgewechselt werden.

Teamchef Ralf Rangnick geht von einer Bänderverletzung aus, am Freitag sollte ein MRT für Klarheit sorgen. Ob der neue Kapitän am Sonntag gegen Kosovo dabei sein kann, ist fraglich.Und damit begann das Schleifen-Pingpong.

Von Gregoritsch zu Seiwald & weiter zu Schlager

Bei seiner Auswechslung nahm Kevin Danso Gregoritsch die Binde vom Arm. Doch wer sollte sie nun tragen? Ganz so eindeutig war das offenbar nicht. "Dann war nicht ganz klar, wer Vizekapitän ist", erzählte Nicolas Seiwald später mit einem Lachen. Danso drückte ihm die Schleife kurzerhand in die Hand. Seiwald war sich allerdings ebenfalls nicht sicher und fragte noch nach, ob die Binde nicht lieber Xaver Schlager oder Stefan Posch tragen sollte.

Nicolas Seiwald mit der Kapitänsbinde. © GEPA

Die Antwort fiel offenbar eindeutig aus: "Er hat gesagt, ich soll sie nehmen", berichtete Seiwald. Also übernahm der Leipzig-Legionär– zumindest vorübergehend – das Kapitänsamt und führte Österreich bis zur Pause mit der Schleife am Arm.

Nach dem Seitenwechsel war die Sache dann plötzlich geklärt. Als die Mannschaft aus der Kabine kam, trug Xaver Schlager die Binde. Seiwalds Schlussfolgerung folgte prompt: "Xaver ist eigentlich der Vizekapitän." Damit war das kleine Kapitäns-Puzzle gelöst. Zumindest fürs Erste.