Sommer

Blackout-Gefahr: Strom fällt öfter aus

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Häufigere Probleme im Sommer ++ Alarm um niedrigen Wasserstand.
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Immer wieder fällt derzeit in Wiener Grätzeln kurzfristig der Strom aus. Die Probleme sind oft binnen 90 Minuten behoben, doch die Netze sind am Limit. "Im Sommer kommt es häufiger zu Stromausfällen als im Frühling oder Herbst", bestätigt eine Sprecherin der Wiener Netze oe24. Die Gründe sind vielfältig.

"Zu 80 Prozent sind Einwirkungen von außen für Stromstörungen verantwortlich. Ein Bagger, der ein Erdkabel beschädigt, ein Baum oder Ast, der einen Kurzschluss auf einer Freileitung auslöst, oder ein Blitz, welcher ein elektrisches Betriebsmittel wie etwa eine Leitung oder Trafostation beschädigt", heißt es von den Wiener Netzen.

In der Stadt helfen digital ansteuerbare Transformatorstationen dabei, dass ein anderes Kabel "einspringt", wenn ein Kabel beschädigt wird.

"Niedrige Wasserstände sind schockierend"

In Österreich sorgt die APG (Austrian Power Grid) mit Hochspannungsleitungen für großflächigen Stromtransport. Die 380-Kilovolt-Masten wären erst bei 50 Grad gefährdet. Derzeit bereitet der niedrige Wasserstand APG-Chef Gerhard Christiner allerdings Sorgen. Sonst steht das Wasser erst im August so tief wie jetzt. Auf oe24-Nachfrage sagt er: "Die niedrigen Wasserstände sind schockierend."

In Frankreich sorgen die tiefen Wasserstände für weniger Kühlleistung in den AKW, die dadurch gedrosselt werden. "Der französische Atomstrom ist gleichmäßig vorhanden. Wenn er weniger wird, wirkt sich das auch auf die Preise aus", sagt Christiner. Am günstigsten ist der Strom zu Mittag, wenn die PV-Anlagen auf Maximum produzieren. Dann werden Österreichs Pumpwasserspeicher mit günstigem Strom befüllt (Wasser hinaufgepumpt). In der Nacht - wenn der Strom mit teils 40 Cent pro Kilowattstunde sehr teuer ist - wird das Wasser über die Turbinen abgelassen, um neuen Strom zu produzieren.

Im Sommer sind die Hitzetage immer schon ein Problem gewesen. "Derzeit können wir keine relevanten statistischen Abweichungen von vergleichbaren Sommertagen feststellen", heißt es von den Wiener Netzen.  Die Einsatzteams der Wiener Netze sind rund um die Uhr bereit, um etwaige Störungen zu beheben, aber auch um von der Warte aus die Lastflüsse im Blick zu haben und, wo es notwendig ist, zu regulieren.

Sind Unwetter angesagt, werden die Störungsteams erweitert und mehr Bereitschaftsteams vorausschauend eingeteilt.

So kommt es laut den Wiener Netzen zu einer Versorgungssicherheit von 99,99 Prozent, die auch in der Störungsstatistik der E-Control jedes Jahr im Sommer veröffentlicht wird.