Kriegsrelikte
Brände bei Triest: Bomben und Granaten erschweren Einsatz
Zwischen Monfalcone und Duino ist in der Nacht auf Sonntag erneut ein Waldbrand ausgebrochen. Die Region um die oberitalienische Hafenstadt Triest kämpft weiterhin massiv mit den Folgen der enormen Trockenheit und Hitze. Um die immer wieder auftretenden Flammen unter Kontrolle zu bringen, sind Hubschrauber und Löschflugzeuge unermüdlich im Einsatz.
Bomben erschweren den Einsatz
Die Löscharbeiten in dem derzeit am schwersten betroffenen Gebiet gestalten laut lokalen Medienberichten besonders heikel. In den Wäldern werden gefährliche Kriegsrelikte wie alte Bomben und Granaten vermutet. Ein Blindgänger sei bereits gefunden worden. Diese stammen noch aus der Zeit des Ersten Weltkriegs, als sich an der Isonzofront italienische und österreichisch-ungarische Truppen gegenüberstanden. Damals wurden zwölf Schlachten entlang des Flusses und auf den kargen Höhen des Karsts geschlagen, wobei Hunderttausende Soldaten getötet oder verwundet wurden.
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Sperren auf Bundesstraße und Autobahn
Die Gefahr durch das Feuer hat auch konkrete Auswirkungen auf den Verkehr. Die Bundesstraße SS14 zwischen San Giovanni di Duino und Monfalcone musste komplett gesperrt werden. Auch auf der Autobahn A4 kommt es teilweise zur Sperre von einzelnen Fahrspuren.
Wind bereitet Feuerwehr zusätzliche Sorgen
Die Wetterprognose verspricht leider keine schnelle Entspannung, da der Wind im Einsatzgebiet noch stärker werden soll, was die Arbeit der Einsatzkräfte zusätzlich erschwert. Trotz dieser enormen Herausforderungen konnten die Brandherde ersten Meldungen zufolge von den Einsatzkräften aber immerhin bereits eingegrenzt werden.