Von Mittwoch, 25. November, bis Sonntag, 29. November 2026, verwandelt sich die Bundeshauptstadt für die Messe "Buch Wien" in den zentralen Treffpunkt für Literatur und gesellschaftspolitische Diskussionen.
Auch interessant
Wie Benedikt Föger, Präsident des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels, am Donnerstag mitteilte, versteht sich die Buch Wien 26 nicht nur als großes Fest für Bücher, sondern auch als Forum für Meinungsfreiheit und Austausch. Den Auftakt bildet die Festrede des deutschen Publizisten Michel Friedman unter dem Titel "Jeder ist Jemand".
Friedman spricht zur Eröffnung
Friedmans Beitrag erinnert an das historische Versprechen nach der Shoah, wonach kein Mensch darüber entscheiden dürfe, wer als Mensch gilt, und stellt die Frage, wann dieses Versprechen in den Hintergrund geraten sei. Nach der offiziellen Eröffnung durch Kulturminister Andreas Babler thematisiert der designierte ORF-Generaldirektor Clemens Pig den Kulturjournalismus, ehe Wolfram Weimer und Sepp Schellhorn erstmals den Deutsch-Österreichischen Lyrikpreis vergeben.
Bühnen für brisante Debatten
Auf mehreren Bühnen widmen sich Persönlichkeiten wie Heinz Fischer, Christoph Grabenwarter, Roger de Weck und Julia Ebner den aktuellen Krisen. Zu den inhaltlichen Schwerpunkten zählen:
- Gesellschaft und Zukunft: Die Gesprächsrunden behandeln Gefahren durch Autokraten, Tech-Oligarchen sowie die Einflüsse künstlicher Intelligenz.
- Internationale Politik: Diskutiert werden die Sicherheitslage Europas sowie die globalen Folgen der US-Midterms.
- Fokus Osteuropa: Die Reihe "Update Ukraine" begrüßt zwölf Persönlichkeiten, darunter Oleksandra Matviichuk und Schriftsteller Serhij Zhadan.
Internationale Gäste und Ausblick
Geschäftsführer Patrick Zöhrer hob hervor, dass komplexe Gegenwartsfragen vielschichtige Perspektiven erfordern: "Je polarisierter unsere Gesellschaft wird, desto mehr solcher Orte braucht es."
Rekord im Jahr 2025
Neben Literaturnobelpreisträger László Krasznahorkai steht auch die Zukunft der Messe im Blick: Für 2027 ist Tschechien als erstes offizielles Gastland vorgesehen, nachdem die Veranstaltung 2025 mit 72.000 Besuchern einen Rekord verbucht hatte.