Leobersdorf
Bürgermeister Ramharter tritt nach KZ-Areal-Skandal zurück
Andreas Ramharter (Liste Zukunft Leobersdorf) ist als Bürgermeister von Leobersdorf im Bezirk Baden zurückgetreten! Wie die Marktgemeinde am Freitag mitteilte, will sich der Ortschef künftig verstärkt seiner Familie widmen. Offiziell ist er bereits seit Mittwoch nicht mehr im Amt – seit 2012 hatte er die Funktion inne.
Gewerbepark auf KZ-Areal sorgte für Aufsehen
Für den größten Wirbel sorgten umstrittene Umwidmungen: Auf dem Gelände des zweitgrößten ehemaligen Frauen-Konzentrationslagers Österreichs in Leobersdorf entsteht aktuell ein Gewerbepark samt Supermarkt und Kühllogistikzentrum. Die Pläne waren Ende 2024 publik geworden.
Millionen-Deal mit eigener Immobilienfirma
Brisant: Ramharters eigene Immobilienfirma soll laut früheren Medienberichten Gründe um 15,25 Millionen Euro verkauft und durch die Umwidmungen zusätzliche 1,34 Millionen Euro lukriert haben. Scharfe Kritik kam in der Folge unter anderem von der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG). Ramharter verteidigte sein Vorgehen, äußerte sich jedoch nicht zu den Kaufpreisen – eine Befangenheit sah er nicht.
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ÖVP zog die Reißleine
Der Rücktritt kommt nicht überraschend: Wegen einer weiteren geplanten Umwidmung hatte die ÖVP zuletzt die Zusammenarbeit mit Ramharters Bürgerliste (11 Mandate) und der FPÖ (3 Mandate) beendet. Damit verlor das Bündnis seine Mehrheit im 29-köpfigen Gemeinderat.
Neuwahl bereits am Donnerstag
Schon kommenden Donnerstag soll in einer eigenen Sitzung ein neuer Bürgermeister gewählt werden.