Länderspielpause

Bundesliga Tops und Flops: Zwei Wiener Welten

© APA/GEORG HOCHMUTH
Die ersten sieben Runden sind gespielt, die dreiwöchige Länderspielpause gibt viel Zeit zum Nachdenken. Doch wer waren bisher die Tops und Flops?
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Ein wenig mehr als ein Viertel der Saison 2026/27 ist also absolviert, erste Tendenzen lassen sich schon ablesen. Wie immer gibt es Klubs, die positiv in die nähere Zukunft blicken können. Und dann jene, die ihre Lage schnell umkrempeln sollten. Doch wer darf sich wo dazuzählen?

Fangen wir mit den positiven Beispielen an, und hier muss zuallererst natürlich der Klub genannt werden, der wortwörtlich top ist: Rapid.

Die Hütteldorfer dürfen in den kommenden drei Wochen von der Spitze lächeln. Das haben sie vor allem ihrer starken Offensive zu verdanken, hier stellen sie den Bestwert in Österreich. Jeweils drei Treffern in den letzten drei Partien zeigen das eindrucksvoll, auch wenn das 8:0 gegen den GAK die Werte natürlich aufpoliert. Gleichzeitig wird die zweitbeste Defensive aber auch vom 1:5 gegen Salzburg nach unten gezogen. Was bei grün-weißen Fans für Frust sorgte, nämlich das rausgenommene Tempo bei Führung, erwies sich national bisher als erfolgreich.

Salzburg zurück zu alter Stärke?

Nur einen Punkt dahinter sitzen die Bullen, die das am Transfermarkt teuer erkaufte Versprechen nach besseren Leistungen bisher einzahlten. Ungeschlagen und mit der besten Abwehr ausgestattet, zeigte das Team von Danny Röhl bereits, wo die Reise hingehen soll: zurück zum Titel. Verwerten sie ihre Chancen wie zuletzt, ist die Liga gewarnt.

Und sonst? Der LASK pflügte anfangs durch die Liga, bewies sich zuletzt aber zu wackelig und "arrogant", wie es Dietmar Kühbauer nannte. Die Sturm-Graz-Leistungen waren zuletzt gut, ihre Ergebnisse wirken oftmals aber wie ein Münzwurf. WSG Tirol, GAK und Aufsteiger Lustenau werden aufgrund von Abstiegsängsten mit den bisherigen 8 Punkten ebenfalls zufrieden sein, schwankende Leistungen reichen aber nur gerade noch für die Tops.

Austria-Saison "turbulent, bist du wahnsinnig"

Und dann gibt es natürlich noch die Flops, die ganz klar von 3 Teams eingenommen werden. Auch wenn Austria Wien nur einen Punkt hinter dem 5. Platz liegt, war der Start gelinde gesagt katastrophal. Auf eineinhalb akzeptable Leistungen – die zu beiden Siegen führten – brachten es die Veilchen bisher. Ansonsten wirkte das "turbulent, bist du wahnsinnig", um es mit den Worten von Kapitän Manfred Fischer zu sagen.

Austrias Sahin-Radlinger und Fischer sind ratlos © GEPA pictures

Noch schlechter waren nur der WAC und Altach. Dabei starteten die Wolfsberger mit dem 3:0 gegen die Austria stark, doch es sollte der einzige Dreipunkter bleiben. Das 1:4 in Ried und Thomas Silberberger, der nicht weiß, "wo er ansetzen soll", sind der vorläufige Tiefpunkt.

Altach ein früher Abstiegsfavorit?

Die Rote Laterne hat aber Altach inne, bei denen Coach Ognjen Zaric schon Rückendeckung vom Verein benötigt. In über der Hälfte aller Spiele (4) ohne Torerfolg ist zu wenig, der Rückstand auf die vermeintliche Abstiegs-Konkurrenz ist mit 5 Punkten und keiner Punkteteilung bereits früh ein Handicap.

Noch ist viel Fußball zu spielen, doch die ersten Grundsteine der Saison wurden bereits gelegt.