"Fight tonight"
Bundeswehr-Chef: "Müssen schneller werden"
Generalleutnant Christian Freuding warnt: Die europäischen Streitkräfte müssen jederzeit einsatzbereit sein – auch wenn ein Angriff ohne längere Vorwarnung erfolgt.
"Wir haben alle die gemeinsame Überzeugung gewonnen, dass wir für den 'Fight Tonight' noch schneller werden müssen", sagt Freuding. Die militärischen Fähigkeiten müssten täglich verbessert werden.
Gemeinsam mit seinem niederländischen Amtskollegen Jan Swillens überprüfte der General mögliche Einsatzräume und Verteidigungspläne an der NATO-Ostflanke. Im Mittelpunkt standen die rasche Verlegung von Truppen, die Vorstationierung von Waffen und Ausrüstung sowie ausreichende Munitions- und Materialreserven.
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Angriffspläne Russlands nicht belegt
Deutschland und die Niederlande tragen dort besondere Verantwortung: Seit Juli 2026 ist das gemeinsame Korps für mögliche NATO-Landoperationen in Estland und Lettland zuständig. Litauen und Nordostpolen fallen in den Verantwortungsbereich des Multinationalen Korps Nordost.
Hinter den Vorbereitungen steht das militärische Konzept "Fight Tonight": Streitkräfte müssen einen überraschenden Angriff sofort abwehren können, ohne zunächst wochenlang zusätzliche Einheiten mobilisieren zu müssen.
Eine Studie der Universität der Bundeswehr München vom März 2026 betont, dass dabei insbesondere Personal, Material und die Widerstandsfähigkeit militärischer Strukturen entscheidend seien.
Ob Russland tatsächlich einen begrenzten Angriff auf NATO-Gebiet plant, ist allerdings nicht belegt.