Paukenschlag
Café Engländer macht früher dicht als geplant
Wien. Das bekannte Wiener Café Engländer in der Postgasse im 1. Bezirk schließt nach einem eskalierten Streit bereits am Donnerstag – rund eine Woche früher als geplant. Auslöser für das vorzeitige Aus ist ein Konflikt zwischen dem neuen Mitinhaber Mario Plachutta und der Belegschaft. Plachutta hatte das insolvente Kultlokal im September gemeinsam mit der Familie Friese nach dem Tod des bisherigen Betreibers Christian Wukonigg übernommen.
Streit im Café Engländer eskaliert
Am Montag soll er das Personal im Lager lautstark kritisiert haben. Daraufhin kündigten über 20 Angestellte kollektiv mit der Begründung, diesen Umgangston nicht zu tolerieren. Viele der Mitarbeiter waren seit rund 20 Jahren im Betrieb und hatten das Lokal zuletzt trotz angeblich monatelang ausstehender Gehälter weitergeführt. Auf Instagram verabschiedete sich das Team am Mittwoch mit einem "leisen Servus und Baba" von seinen treuen Gästen.
Widersprüchliche Aussagen zum Vorfall
Die Darstellungen des Vorfalls gehen jedoch stark auseinander. Plachuttas Anwalt Georg Röhsner weist die Vorwürfe zurück: Es habe keine Diskussionen vor Gästen oder Kündigungsdrohungen gegeben, sondern lediglich eine Begehung mit Fachplanern sowie ein Gespräch mit dem Restaurantleiter im Hinterhof über den schlechten Zustand des Lagers. Die Belegschaft hält dennoch an ihrer Version fest.
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Zukunft des Wiener Kultlokals
Für das Café, das seit Jahrzehnten als Institution und Treffpunkt für Kultur, Wirtschaft und Medien gilt, stehen nach der Schließung Umbauarbeiten an. Insider rechnen mit einer mehrwöchigen Pause, bevor der Betrieb unter den neuen Eigentümern wieder aufgenommen wird.