Das oe24-Interview
Cosmó: "Glaube nicht, dass ich noch einmal zum ESC will!"
Beim Song Contest gab es für Cosmó mit dem Tanzschein nur den 24. und vorletzten Platz. Jetzt legt er wieder los. Am Freitag kommt das Album "Lieber träum ich weiter". Ab 8. Oktober stehen damit 6 Österreich-Konzerte am Plan. Im oe24-Interview spricht Cosmó über…
… sein ESC Resümee: Das war eine wunderschöne Erinnerung und ließ mein Traum in Erfüllung gehen, weil ich nun Musik Vollzeit machen kann.
… Platz 24 beim ESC: Ich sehe das auch heute noch als Erfolg. Denn das Ergebnis widerspiegelt nicht die Leistung, die wir da erbracht haben in diesen Monaten. Ich wäre enttäuscht gewesen, wenn ich auf der Bühne meinen Text vergessen hätte oder wenn ich einen Tanzschritt vergessen hätte, weil dann hätte das geheißen, dass ich nicht genug geübt habe oder dass ich nicht fokussiert war. Aber dem war nicht so, und deshalb bin ich noch immer massiv stolz auf alles, was der "Tanzschein" bewirken konnte.
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… eine weitere ESC-Teilnahme: Ich glaube nicht, dass ich noch einmal zum ESC will, denn es war für mich wirklich ein einmaliges Ereignis und daran werde ich mich ein Leben lang erinnern und wenn ich nochmal antreten würde, glaube ich wäre das irgendwie so ein Versuch, das zu ändern oder zu rekreieren und das möchte ich eigentlich gar nicht, also ich bin gerade sehr froh mit dem, wie das passiert ist. Der ESC hat für mich immer einen Platz in meinem Herzen und ich möchte das auch immer für mich aufbewahren. Ich würde auch nichts anders machen!
… sein neues Album "Lieber träum ich weiter": Das zeigt die volle Bandbreite von mir, denn es sind nicht nur Disco und Tanzsongs wie der "Tanzschein" drauf, sondern es gibt auch eine emotionalere und gefühlvollere Seite. Auch damit will ich zeigen, wie schwer es eigentlich für Jugendliche gerade ist, in der heutigen Welt zu leben. Von verliebt sein über Herzschmerz bis hin zu Existenzkrise und das ganze Weltgeschehen, das so viel Druck auf einen ausübt. Das wollte ich in mein Album verpacken.
… seine Botschaft zwischen "Zukunftsangst und Größenwahn": Es heißt ja oft für Jugendliche, dass die Zukunft nicht so blendend ist und dass alles den Bach hinuntergeht. Die Wirtschaft , das Klima und die Angst vor der KI. Ich mag diesen Begriff "verlorene Generation" nicht, weil ich finde wir können doch selber unsere Zukunft gestalten und wir können doch selber schauen, dass wir uns zusammentun und dafür sorgen, dass wir eine gute Zukunft haben und genau das ist eben auch, was der Albumtitel "Lieber träume ich weiter" aussagen soll: Egal was ist, wir glauben immer noch an unsere Träume und sorgen eben dafür, dass wir ein glückliches Leben führen können und da kann man natürlich auch ein bisschen größenwahnsinnig werden und sich denken, was man alles erreichen möchte und ich glaube, da ist es eine gute Mitte, einfach immer genug Träume zu haben, um motiviert zu bleiben und etwas, was einen morgen so einfach aus dem Bett bringt und das ist für mich einfach der große Traum
… seine Tour: Das Publikum soll lachen, weinen, tanzen, toben und springen. Ich werde einen großen emotionalen Bogen ziehen. Man wird mich damit als Künstler und Mensch besser kennenlernen, denn wir werden ganz sicher nicht nur die Songs runterspulen. Denn da könnte man ja einfach gleich Spotify aufdrehen.
… den blauen Stern: Der Stern am Auge bleibt. Der gehört zum Gesamtbild von Cosmó. Da steckt auch ein bisschen Magie dahinter und die möchte ich weiter transportieren, deshalb hoffe ich auch auf sehr viele blaue Fan-Sterne bei den Konzerten.
… Erfolgsdruck: Der ESC war die größte Bühne der Welt, was Größeres wird nicht mehr kommen, aber es gibt dann immer auch andere Erfolge mit anderen Perspektiven. Für mich ist es nun schon ein Riesenerfolg, dass wir auf eigene Tour fahren können!
… seine Chart-Erwartungen: Die Tour bedeutet mir mehr als die Charts. Mir sind volle Konzerte deutlich wichtiger als eine Top-5-Platzierung! Weil bei Live-Konzerten, da geht es um die Wurst. Da gibt es keine KI-Musik, sondern ein gemeinsames Erlebnis mit dem Publikum.
… KI-Musik: Das interessiert mich nicht. Das sind keine echten Erfahrungen. Das sind keine Emotionen. Das sind keine Geschichten, denen ich glauben kann. Deswegen denke ich mir, die KI ist da eigentlich nur so ein Gag, der bald wieder vorbei ist. Ich arbeite überhaupt nicht mit KI. Einerseits bei mir kommt da immer nur Blödsinn heraus. Andererseits finde ich es auch nicht okay. Es basiert ja auf Kunst von anderen. Und ich würde nie Kunst von anderen stehlen wollen, für meinen eigenen Zweck.