Am Schloßberg

Dachse lösen eine 1,66 Millionen Euro teure Sanierung in Graz aus

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Zahlreiche Dachse haben den Untergrund am Grazer Schloßberg durchlöchert. Nun muss die Stadt 1,66 Millionen Euro in die Sanierung einer historischen Stützmauer investieren.
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Was sich unter der Erde abgespielt hatte, wurde 2024 an der Oberfläche sichtbar. Bei Sanierungsarbeiten am städtischen Wohnhaus Schloßberg 1 entdeckte man massive Absenkungen im oberen Bereich der Natursteinmauer. Auch Risse waren zu sehen. Ein Gutachten zeigte schließlich, dass die Standsicherheit der Stützwand dauerhaft nicht mehr gegeben ist und eine zeitnahe Sanierung notwendig wird.

Dachse graben den Untergrund

Der Grund für die Probleme liegt direkt hinter und unter der Mauer. Zahlreiche zugewanderte Dachse haben sich dort ein weitläufiges Zuhause geschaffen, wie nun "5 Minuten" berichtet. Zugangsröhren, unterirdische Gangsysteme und größere Hohlräume ziehen sich durch den terrassierten Freibereich.

Dadurch wurde der Untergrund regelrecht ausgehöhlt. Die Grabungsarbeiten der Tiere haben Folgen für die darüberliegende Stützmauer und machen nun eine umfangreiche Sanierung notwendig.

1,66 Millionen Euro für Graz

Für die Sanierung sind in den Jahren 2026 und 2027 insgesamt 1,66 Millionen Euro netto vorgesehen. Der Grazer Gemeinderat genehmigte die Ausgaben einstimmig.

Die denkmalgeschützte Liegenschaft Schloßberg 1 gehört der Stadt Graz und ist Wohnen Graz zugeordnet. Die tierischen Baumeister sorgen damit für ein millionenschweres Sanierungsprojekt.

Historische Optik bleibt erhalten

Das gewohnte Erscheinungsbild der historischen Natursteinwand soll erhalten bleiben. Für zusätzliche Stabilität wird die Mauer künftig durch eine vorgelagerte Stahlbeton-Konstruktion gesichert.

Dafür entsteht am Fuß der Mauer ein neues Fundament. Die zusätzliche Konstruktion soll der historischen Wand künftig wieder ausreichend Halt geben.

Stahlanker reichen bis Fels

Für die notwendige Stabilität geht es tief in den Untergrund. Stahlanker werden bis in tragfähige Felsschichten gebohrt und mit der neuen Stützkonstruktion verbunden.

Das Projekt befindet sich bereits in Vorbereitung. Laut Stadt Graz wurden die notwendigen Planungsarbeiten und Genehmigungsverfahren gestartet.