Wer auf den Kalender blickt und stutzt, liegt nicht ganz falsch: Die Zeitumstellung kommt dieses Jahr vergleichsweise früh. Am Sonntag, 25. Oktober 2026, endet die Sommerzeit in Deutschland. Die Antwort darauf ist überraschend einfach: Die Sommerzeit endet jedes Jahr am letzten Sonntag im Oktober. Dieser letzte Sonntag kann je nach Kalender auf ein unterschiedliches Datum fallen – frühestens auf den 25. Oktober und spätestens auf den 31. Oktober. 2026 fällt er bereits auf den 25. Oktober, womit die Uhr zum frühestmöglichen Zeitpunkt auf die Normalzeit zurückgestellt wird.
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Reine Regelung des Kalenders
Es hat sich also keine Regel geändert. Der frühe Termin ist allein eine Folge der Kalenderkonstellation. Das letzte Mal fiel die Umstellung im Jahr 2020 auf den 25. Oktober. Die Zeitumstellung findet in der Nacht von Samstag, 24. Oktober, auf Sonntag, 25. Oktober 2026, statt. Um 3 Uhr MESZ werden die Uhren auf 2 Uhr MEZ zurückgestellt. Damit beginnt wieder die Normalzeit, die umgangssprachlich meist als Winterzeit bezeichnet wird. Die Nacht ist dadurch eine Stunde länger. Die Stunde zwischen 2 und 3 Uhr gibt es in dieser Nacht zweimal. Wer normalerweise um 3 Uhr ins Bett geht, erlebt auf der Uhr noch einmal 2 Uhr – zumindest theoretisch gibt es dadurch eine zusätzliche Stunde Schlaf.
Jährlich wechselnde konkrete Termine
Das Prinzip ist leicht zu merken: Im Frühjahr wird am letzten Sonntag im März auf Sommerzeit umgestellt, im Herbst endet die Sommerzeit am letzten Sonntag im Oktober. Der genaue Kalendertag verändert sich dadurch von Jahr zu Jahr. 2026 fällt die Umstellung auf den 25. Oktober. Im kommenden Jahr müssen wir dagegen deutlich länger warten: 2027 werden die Uhren erst am 31. Oktober zurückgestellt. Auch für die darauffolgenden Jahre stehen die Termine bereits fest: 2028 ist der 29. Oktober der Termin, 2029 der 28. Oktober, 2030 der 27. Oktober und 2031 der 26. Oktober.
Mehr Zeit auf der Uhr
Wenn die Uhren von 3 auf 2 Uhr zurückgestellt werden, hat der Sonntag rechnerisch 25 Stunden. Die Nacht ist also eine Stunde länger als gewöhnlich. Im Frühjahr ist es genau umgekehrt: Dann wird die Uhr von 2 auf 3 Uhr vorgestellt, wodurch eine Stunde der Nacht wegfällt. Mit der Umstellung verschiebt sich auch der Tagesrhythmus: Morgens wird es wieder früher hell, dafür geht die Sonne am Abend eine Stunde früher unter.
Diskussion um die Abschaffung
Über eine Abschaffung der halbjährlichen Zeitumstellung wird in der Europäischen Union bereits seit Jahren diskutiert. Das Europäische Parlament hat sich 2019 für ein Ende der Zeitumstellung ausgesprochen. Eine endgültige Entscheidung gibt es jedoch weiterhin nicht. Der entscheidende Punkt: Die EU-Staaten konnten sich bislang nicht darauf einigen, welche Zeit dauerhaft gelten soll – Sommerzeit oder Normalzeit. Für 2026 bleibt deshalb alles beim Alten: Die Uhren werden am 25. Oktober zurückgestellt, und auch in den kommenden Jahren wird es weiterhin eine Zeitumstellung geben.