Clemens Pig

Das ist der neue Chef: Ein Tiroler muss den ORF aufräumen

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Clemens Pig (52) hat einst den ORF beruflich beobachtet, jetzt wird er ihn führen: Der Chef der nationalen Austria Presseagentur galt von vornherein als Favorit im Rennen um die ORF-Generaldirektion.
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Er will das größte Medienhaus des Landes vom Rundfunk zur "Plattform der Gesellschaft" machen und Vertrauen zurückgewinnen. Seine im Bewerbungskonzept festgehaltene Kernthese: "Der ORF muss digital stärker, publizistisch klarer, organisatorisch einfacher und öffentlich überprüfbarer werden."

Pig – ein gebürtiger Innsbrucker - gründete noch während seines Studiums der Politikwissenschaft MediaWatch und analysierte damit Nachrichtensendungen des ORF. Die APA übernahm 2001 den Großteil der Anteile am Marktführer für Medienbeobachtung.

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Als Mittdreißiger wechselte Pig im Jahr 2008 in die Geschäftsleitung der APA. 2014 wurde er unter dem Vorsitz von Peter Kropsch zum Geschäftsführer der APA-Gruppe bestellt und übernahm 2016 den Vorsitz der Geschäftsführung von ihm.

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Pig gilt als Bürgerlicher – aber nicht als ÖVP-Parteisoldat. Als APA-Chef war es quasi ein Job, verschiedene Interessen zu verbinden. Geschadet hat Pig, dass die Kanzlerpartei ÖVP ihn ganz öffentlich favorisierte – seitdem war er damit beschäftigt, parteipolitische Absprachen zu dementieren. So wies Pig die Bezeichnung als "Systemkandidat" zurück und betonte, sein ganzes Leben politisch unabhängig gewesen zu sein: "Ich kandidiere für den ORF und ganz bestimmt nicht für eine Partei."