Er will das größte Medienhaus des Landes vom Rundfunk zur "Plattform der Gesellschaft" machen und Vertrauen zurückgewinnen. Seine im Bewerbungskonzept festgehaltene Kernthese: "Der ORF muss digital stärker, publizistisch klarer, organisatorisch einfacher und öffentlich überprüfbarer werden."
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Pig – ein gebürtiger Innsbrucker - gründete noch während seines Studiums der Politikwissenschaft MediaWatch und analysierte damit Nachrichtensendungen des ORF. Die APA übernahm 2001 den Großteil der Anteile am Marktführer für Medienbeobachtung.
Als Mittdreißiger wechselte Pig im Jahr 2008 in die Geschäftsleitung der APA. 2014 wurde er unter dem Vorsitz von Peter Kropsch zum Geschäftsführer der APA-Gruppe bestellt und übernahm 2016 den Vorsitz der Geschäftsführung von ihm.
Pig gilt als Bürgerlicher – aber nicht als ÖVP-Parteisoldat. Als APA-Chef war es quasi ein Job, verschiedene Interessen zu verbinden. Geschadet hat Pig, dass die Kanzlerpartei ÖVP ihn ganz öffentlich favorisierte – seitdem war er damit beschäftigt, parteipolitische Absprachen zu dementieren. So wies Pig die Bezeichnung als "Systemkandidat" zurück und betonte, sein ganzes Leben politisch unabhängig gewesen zu sein: "Ich kandidiere für den ORF und ganz bestimmt nicht für eine Partei."