Der Co-Pilot des Flydubai-Flugs FZ1073, der auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv seinen Piloten angegriffen haben soll, ist Medienberichten zufolge identifiziert worden. Der Mann soll Hamam al Hamami heißen. Mehrere mit den Ermittlungen vertraute Quellen bestätigten den Namen gegenüber "CBS News". Auch zwei mit dem Fall vertraute Quellen sowie ein israelischer Regierungsvertreter nannten gegenüber "CNN" dieselbe Identität. Saudi-Arabiens Staatsmedien berichteten ebenfalls über den Namen.
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Al Hamami soll zuvor eine Pilotenausbildung bei Oman Air begonnen haben. Dabei soll der omanische Sicherheitsdienst auf seine Aktivitäten im Internet aufmerksam geworden sein. Nach Angaben von "CBS News" habe er radikale Internetseiten besucht und sei deshalb aus der Pilotenausbildung genommen worden. Anschließend soll er noch in einer Verwaltungsfunktion für die Fluggesellschaft gearbeitet haben, bevor er Oman Air etwa 2024 verließ. Auch "CNN" berichtet von entsprechenden Sicherheitsbedenken.
Für zusätzliche Brisanz sorgt ein inzwischen gelöschtes LinkedIn-Profil, das al Hamami zugeschrieben wird. Darauf soll unter anderem ein Video mit israelischen El-Al- und Arkia-Maschinen veröffentlicht worden sein. Am Ende des Videos sei ein Foto des früheren Al-Qaida-Chefs Aiman al-Sawahiri zu sehen gewesen. Wer den Beitrag tatsächlich veröffentlichte und wann er erstellt wurde, ist allerdings noch unklar.
Nach dem Vorfall auf dem Flydubai-Flug wurde der mutmaßliche Angreifer festgenommen und in die Vereinigten Arabischen Emirate gebracht. Die Ermittler prüfen nun unter anderem, welche Motive hinter dem Angriff standen und wie es dazu kommen konnte, dass al Hamami trotz früherer Sicherheitsbedenken später als Co-Pilot eingesetzt wurde.
Die israelische Regierung geht nach bisherigen Angaben von einem jihadistischen Terroranschlag aus. Die Ermittlungen zu Identität, Motiv und möglichen Anschlagsplänen dauern an.