Tennis-Zoff

»Das ist Unsinn!« Zverev schießt gegen die ATP

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Kurz vor dem Masters in Montreal sorgt Alexander Zverev mit einer deutlichen Abrechnung für Wirbel.
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Deutschlands Tennis-Star und Weltranglisten-Dritter geht frontal auf die ATP los und kritisiert das neue Turnierformat der Masters-Serie scharf. Sein Vorwurf: Die immer länger werdenden Turniere seien eine enorme Belastung für die Spieler – und einer der Hauptgründe, warum Stars wie Jannik Sinner oder Novak Djokovic in Kanada gar nicht erst antreten.

Nach Ansicht des Hamburgers wäre das Problem leicht zu lösen: Die Masters-Turniere sollten wieder auf eine Woche verkürzt werden, so wie es bis 2023 üblich war. "Wenn man uns zwingt, während der Grand Slams zweieinhalb bis drei Wochen unterwegs zu sein und das Gleiche dann auch noch für die Masters gilt, kann man uns nicht zum Spielen zwingen. Tut mir leid, das ist Unsinn", polterte Zverev. Mittlerweile dauern viele Masters-Events elf bis 13 Tage – mitten im ohnehin randvollen Tennis-Kalender.

Für den French-Open-Sieger ist deshalb klar: Die prominenten Absagen kommen alles andere als überraschend. "Das ist keine Raketenwissenschaft", meinte der 29-Jährige. Viele Profis würden ihre Kräfte lieber für die US Open aufsparen, als sich unmittelbar davor fast zwei Wochen lang durch ein Masters-Event zu kämpfen.

»Glaubst du, Novak interessiert es?«

Auch die Bonuszahlungen der ATP hält Zverev für wirkungslos. Zwar winken Prämien, wenn Spieler alle neun Masters-Turniere absolvieren, doch das beeindrucke die Superstars kaum. Mit Blick auf Djokovic sagte er: "Glaubst du, Novak interessiert es, ob er einen größeren Bonus bekommt? Ich schätze, der Typ hat weit über 400 Millionen auf seinem Bankkonto. Ich bin mir nicht sicher, ob ihm 50.000 mehr oder weniger etwas ausmachen würden."

Dabei hatte sogar Zverev selbst überlegt, Montreal auszulassen. Am Ende entschied er sich jedoch bewusst dagegen. Er brauche Matches und den Wettkampf, auch wenn er dort noch nicht sein bestes Tennis erwarte. Über Montreal und Cincinnati will sich der topgesetzte Deutsche den letzten Feinschliff holen, um Ende August bei den US Open seinen Leistungszenit zu erreichen. In Kanada genießt Zverev zunächst ein Freilos, der Turnierstart wurde wegen heftiger Regenfälle ohnehin um einen Tag verschoben.